9 Antworten

  1. Alisa
    24. Oktober 2012

    Aus meiner Erfahrungswelt weiss ich, dass viele Maenner ueber vierzig nicht im Haushalt helfen mussten und deswegen nicht dazu erzogen wurden, selbstaendig zu sein. Bei mir in der Familie (ich bin 28, mein Bruder paar Jahre älter) gab es ein starkes Ungleichgewicht in der Erziehung der Mädchen und Jungs.

    Meine (italienische) Mutter hat sowohl meinen Vater wie auch meinen Bruder wie Kinder versorgt und dementsprechend sind sie auch in vielen Dingen unselbständig geblieben. In Italien ist die Nicht-Ablösung der Männer von ihren Müttern in vielen Regionen noch die Regel und liegt in vielen Erziehungsfehlern begründet. Die einnehmende Mutter will gar nicht, dass ihr Sohn erwachsen wird und unterbindet seit Kindesalter die Bestrebungen des Kindes selbständig zu werden.

    Diese unangemessene Beziehung zwischen Mutter und Kind hat auch in der Sprache Spuren hinterlassen. Auf italienisch gibt es ganz viele Begriffe, um die unabgelöste Männer bzw. Muttersöhne zu bezeichnen: Mammoni, cocchi di mamma, bamboccioni etc.

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  2. Alisa
    24. Oktober 2012

    Aus meiner Erfahrungswelt weiss ich, dass viele Maenner ueber vierzig nicht im Haushalt helfen mussten und deswegen nicht dazu erzogen wurden, selbstaendig zu sein. Bei mir in der Familie (ich bin 28, mein Bruder paar Jahre aelter) gab es ein starkes Ungleichgewicht in der Erziehung der Maedchen und Jungs. Meine (italienische) Mutter hat sowohl meinen Vater wie auch mein Bruder wie Kinder versorgt und dementsprechend sind sie auch in vielen Dingen unselbstaendig geblieben. In Italien ist die Nicht-Abloesung der Maenner von ihren Muettern in vielen Regionen noch die Regel und liegt in vielen Erziehungsfehlern begruendet. Die einnehmende Mutter will gar nicht, dass ihr Sohn erwachsen wird und unterbindet seit Kindesalter die Bestrebungen des Kindes selbstaendig zu werden.
    Diese unangemessene Beziehung zwischen Mutter und Kind hat auch in der Sprache Spuren hinterlssen. Auf italienisch gibt es ganz viele Begriffe, um die unabgeloesten Maenner bzw. Muttersoehne zu bezeichnen: Mammoni, cocci di mamma, bamboccioni etc.

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  3. Münchner
    11. September 2012

    Sehr interessantes Interview. Dass die Muttersöhne ganz anders im Beruf ticken, muss nicht zwangsweise überraschend sein. Ich bin beispielsweise in meinem Beruf ein anderer Mensch als privat. Dort ist man gezwungen eine Rolle zu spielen, Autorität zu zeigen. Es sind immer verschiedene Rollen, die man in der Gesellschaft spielt. Nichtsdestotrotz erkennt man schnell ein Muttersöhnchen in der Art wie er beispielsweise mit Kunden umgeht.

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    • Roland Kopp-Wichmann
      11. September 2012

      Gut beobachtet!

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  4. mayarosa
    1. August 2010

    Hm, Frauen wollen erwachsene Männer. Ja. Meine Formulierung wäre wohl eher „emanzipierte“ oder „selbständige“ Männer. Ja, es passiert oft, dass eine Frau ihren Mann als weiteres Kind im Haushalt empfindet und davon ziemlich genervt ist. Das Thema ist spannend. Aber: Sind das alles Muttersöhnchen? Was genau ist mit „Muttersöhnchen“ gemeint? Oder ist es nur ein „Leser-Fänger-Begriff“, bei dem sich jeder vorstellen soll, was er/sie will? Ist es denn erwünscht, dass Mädchen durch Erziehung sensibler gemacht werden als Jungs oder provoziert das nicht gerade die Fortsetzung der bestehenden Rollenkonflikte? Fehlten die Vorbilder oder war es nicht so, dass viele Männer durch ihre männlichen Vorbilder zuhause gelernt haben, dass Mama sich um alle – einschließlich dem Herrn Gemahl – kümmert? In wie vielen Elternhäusern der heute über 40-jährigen haben Brüder und Papa der Mama und den Schwestern beim Haushalt geholfen?
    Das obige Interview erscheint mir oberflächlich und klischeehaft. Schade.
    Viele Grüße
    mayarosa

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    • Roland Kopp-Wichmann
      2. August 2010

      Hallo Mayarosa,
      nun, in einem Interview kann man nur etwas anreißen. Und es hängt ganz von den Fragen ab, was man antworten und wie sehr man in die Tiefe gehen kann.
      Wenn Sie das Thema wirklich interessiert, auch meine Definition von erwachsenem Mann bzw. Mann können Sie mein Buch lesen.

      Es stimmt, dass viele Vierzigjährige als Kind im Haushalt geholfen haben. Es kommt ja auch bei dem Thema nicht so sehr auf das äußere Verhalten an, sondern auf die mehr unbewussten Dynamiken, die sich in der Partnerschaft zeigen.

      Danke für Ihren Kommentar.

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  5. Männerblog
    26. Juli 2010

    „40 Prozent der italienischen Männer im Alter zwischen 30 und 34 Jahren leben noch im «Hotel Mama»“ Das ist ja echt der Hammer. Und die Italiener gelten hier als „Gigolos“ und wohnen noch zuhause….. tststs

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  6. Larenzo
    29. April 2010

    Ich bin mit 14 daheim ausgezogen – ich war dann nur noch am Wochenende bei Mutti – und dann beim Studium so gut wie garnicht mehr. Aus meiner Sicht hat das meine Selbstständigkeit extrem befördert. Internat ist keine schlechte Sache… Ich war auf jeden Fall froh, dass ich so zeitig rausgekommen bin. Muttersöhnchen kann ich nicht verstehen…

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