7 Antworten

  1. Andreas
    17. Februar 2021

    Spannendes Thema, treffende Analyse 🙂
    Ich würde meinen, daß auch u. gerade homosexuelle Orientierungen mit schwachen bzw. zu weiblich-mütterlichen oder überfürsorgenden Vätern zu tun haben, parallel dazu zu dominante/abweisende o. ignorante Mütter. Auch Eifersucht u. Konkurrenz mögen bei Müttern eine Rolle spielen.
    Zumindest bei lesbischen Frauen ist das zumeist der familiäre Hintergrund, sie über-identifizieren sich mit dem Vater, können sich nicht von ihm lösen und verinnerlichen ein männliches Auftreten, Fühlen u. sogar dessen sexuelle Präferenzen!
    Sie „kastrieren“ sozusagen ihren weiblichen Körper, da sie entweder den Vater bzw. die männliche Selbstwahrnehmung imitieren oder umgekehrt sich die Verienigenug mit dem „väterlich-männlichen Prinzip“ herbeifantasieren. Ist die Beziehung zur Mutter tief gestört u. es kann keine Identifikation stattfinden o. nicht ausreichend, springen oft die „sensiblen“ Väter ein u. übernehmen auch den mütterlichen Part. Dann sind die Papis die Supermamis ihrer Töchter, treiben sie geradezu in den „dezent“ männlichen Pol.
    Dazu passt auch das Phänomen, daß sich gerade lesbische Frauen (heimlich) von ausgesprochen männlichen „Machos“(gerne mit Bart!), die auch mal harte Kante zeigen angesprochen fühlen, psychisch u. erotisch.
    Unsere viel zu soften, oft selbst orientierungslosen Männer produzieren nicht nur Mama-Söhnchen, sondern eben auch Schwule u. Lesben bzw. Bisexuelle! Mag nicht auf jeden/jede zutreffen, aber überdurchschnittlich oft.

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  2. Kerstin Althof
    26. September 2019

    Ich bin Mutter von 3 Kindern und auch betroffen. Mein jüngster ist 21 . Gibt es noch Hoffnung , dass mein Sohn ein Mann wird?
    Der eigentliche Vater ist ein Muttersöhnchen und gewalttätig.
    Deshalb ist keiner meiner Kinder richtig glücklich und ich auch nicht.

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    • Roland Kopp-Wichmann
      12. Februar 2020

      Hoffnung schon, vermutlich braucht er mal therapeutische Hilfe.

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  3. Tom
    18. April 2013

    Als Erzieher musste ich feststellen, dass in allen Einrichtungen Frauen die absolute Mehrheit bilden und entsprechend oft Druck auf die wenigen Männer ausübten. Die Jungen erlebten, dass sich die wenigen Männer mit ihrer Erziehung und Ideen nicht oder kaum durchsetzen konnten. Dieses Bild der „mächtigen Frau“ und dem „kleinen Mann“ führte zu teilweise großer Verunsicherung der Jungen. Gerechtigkeit, Fairnis und Gleichbehandlung zwischen Jungen und Mädchen könnten kaum hergestellt werden. Fast immer unterlagen die Jungen. Mancher „hübsche Junge“ wurde bevorzugt, besonders wenn er schon Komplimente machen konnte. Wenn die Jungen einmal groß sind, schlagen sie zurück oder fliehen in die Passivität. Solange nicht mehr Männer in die Erziehung gehen und eine gleichberechtigte Struktur schaffen, sicherstellen und verteidigen, wird es immer schwieriger. In allen Einrichtungen der Erziehung und Bildung muss eine Männerqote von 50% geschaffen werden. Alles andere ist Wahnsinn!

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    • Roland Kopp-Wichmann
      18. April 2013

      Das ist ein ganz dickes Problem für Jungen, für das es keine einfache Lösung gibt. Aber eine Männerquote ist hier vermutlich genauso schwierig herzustellen wie in anderen männerdominierten Branchen eine gleich hohe Frauenquote.

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  4. Mona
    11. Juli 2009

    Es ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Teufelskreis: die Abwesenheit von (erwachsenen ) Vätern/Männern führt zur vermehrten „Produktion“ von Muttersöhnen.
    Diese wiederum können keine erwachsenen Väter sein, so dass erst recht
    Muttersöhne resultieren. Es gibt zwangsläufig immer weniger „Männer“.

    Tragisch für die nächsten Frauengenerationen ? Ich wünsche meiner Tochter,
    weiß Gott, keinen Muttersohn, meinen (zukünftigen) Enkeln auch nicht einen solchen Vater.
    Man könne einwenden, dass ja die Zunft der Psychologen helfend eingreifen kann.
    Ja – aber doch nur, wenn der aufgesuchte Therapeut seinerseits “ erwachsen “ ist. Mir begegnen (beruflich und privat) welche, die ich (als „aufgeklärte“ Leserin von Roland Kopp-Wichmann) leider als Muttersohn einstufen muss.
    Diese werden ihre innere Haltung zumeist gerade auch im therapeutischen Umgang mit Patienten eher zu verteidigen suchen.

    Keine so gute Perspektive 🙁

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