19 Antworten

  1. ceylan
    8. November 2012

    hallo
    ich finde das Buch recht Intressant wo könnt ich den das Buch am besten bekommen ( Bestellen) ?
    Da ich auch die Einleitung gelesen habe bin ich schon Neugierig geworden
    würde mich freuen um eine Rückmeldung

    Danke

    Antworten

    • admin
      8. November 2012

      Hallo,
      freut mich, dass Sie das Buch interessiert. Sie bekommen es z.B. hier auf Amazon…

      Antworten

  2. Theodor Breit
    25. November 2011

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    interessant, dass Sie sich doch noch melden, vor allem in welcher Art und Weise. Was sagt wohl ihr Kommunikationsstil über ihren Reifegrad aus. Ihr Text ist quasi selbsterklärend. Wo bleiben Sachbezogenheit und Transparenz, wo kann man darin ein Verständnis für gleichberechtigte Beziehungsstrukturen erkennen. Hierarchische Lebensmodelle, die mittels Machtdemonstrationen anderen negative Rollenbilder überzustülpen suchen, sind alles andere als ein Merkmal von Erwachsenheit. Genau so ähnlich sind wir nämlich als Kinder miteinander umgegangen.

    Ich habe mir spaßeshalber noch einige Videos, Fachrezessionen und Kommentare zu Ihrem Buch angeschaut. Zweifelsohne sind in ihrem Buch nützliche und sinnvolle Aussagen enthalten, und auch die Übungen mögen zum Teil und in gewissem Rahmen >hilfreichintellektuellKarteikarten>reine Funktionieren<Mannfreies< Selbst zu entwickeln als Männer.
    Die zweite Übung: Entwerfen Sie mal einen Text, der sie nicht gleichzeitig hierarchisch über den anderen erhebt, der dem anderen keine (NICHT BEWEISBAREN) negativen Rollenbilder überzustülpen sucht. Auch das werden Sie nicht hin kriegen. Wer in seine Fassade verliebt ist, wird diese stets und mit allen Mitteln aufrechtzuerhalten suchen.
    Wir beweisen Kompetenz durch unser Handeln, nicht damit, dass wir Menschen in erfundene Kasten und Klassen einteilen – die sich bei näherem Hinsehen als Luftblasen ohne Substanz entpuppen.

    Warum sollte ich Ihr Buch lesen? Würde das meinen Wissensstand über Ihre Sichtweisen auf den Kopf stellen? Wenn Sie Mängel in der Frau sehen, dann doch nur den, dass sie sich „unreife Männer“ ausgesucht haben. Dass Frauen in ihrem Reifegrad auch unterhalb des Mannes stehen könnten, das kommt Ihnen nicht in den Sinn. An welcher Stelle Ihres Buches behandeln Sie den Größenwahn der Frauen, die sich in Punkte Reife und Erwachsenheit stets dem Manne überlegen sehen? Obwohl diese Sichtweise alles andere als die Realität widerspiegelt. Sie verwechseln Dominanz mit Reife. Schauen Sie sich die Diktaturen auf unserer Welt an. Macht zwingt die Menschen, das zu glauben, was ihnen indoktriniert worden ist. Erst wenn die Macht gebrochen worden ist, kann die Wahrheit ans Tageslicht kommen…

    Sorry, Herr Kopp-Wichmann. Leute, die sich in die FASSADE einer angeblich erwachsenen Beziehung verliebt haben, werden Ihr Buch sicherlich dankbar begrüßen. Doch wer gleichberechtigte und wahrhaftige Beziehungen sucht, wird Ihre durch Unterwürfigkeit und Gehorsam geprägte Haltung gegenüber Frauen als rückständig empfinden. Das war jetzt natürlich alles nicht politisch korrekt ausgedrückt. Bevor Sie aber wieder von harter Wortwahl reden, sollten Sie bedenken, dass nicht jeder Mann Ihr sebsterniedrigendes und unterwürfiges Rollenschema gegenüber Frauen teilen mag, also auch nicht in so eine selbstablehnende Sichtweise mit hineingezogen werden will.

    Es ist schon amüsant. Ihre Definition eines erwachsenen Mannes deckt sich zufälligerweise haargenau mit dem Rollenschema, dass sich Frauen von ihren Partnern ersehnen und erwünschen. Das ist genauso, als würde der Macho behaupten, nur die der eigenen Befriedigung dienende willenlose fleischlich gewordene Beate-Uhse-Puppe wäre eine Frau, die sich von der Mutter abgenabelt hat und die als erwachsen zu betrachten wäre. Wenn es darum geht, andere Menschen für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, sind der Phantasie des Menschen wahrlich keine Grenzen gesetzt.

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  3. Christian
    24. August 2011

    Ich habe das Buch zusammen mit meiner Freundin gelesen und muss sagen, dass ich dem Autor bei vielem zustimme und meine Freundin auch. Gott sei Dank hat sie gesagt das ich doch sehr erwachsen sei und sie ansonsten gar nicht mit mir zusammen gekommen wäre. Also an alle Männer , dass Buch lesen und sich wenn nötig ändern, es lohnt sich 🙂

    Antworten

    • admin
      24. August 2011

      Hallo Christian,
      freut mich zu lesen. Gestutzt habe ich bei Ihrem Satz: „Gott sei Dank hat sie gesagt das ich doch sehr erwachsen sei.“
      Was war denn vor der Lektüre Ihr Standpunkt dazu?

      Antworten

  4. Theodot Breit
    3. März 2011

    Natürlich hat jeder Mensch (das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen) einen unterschiedlichen Reifegrad, was Autonomie und Selbstentwicklung betreffen. Dabei aber nur beim männlichen Geschlecht einen scharfen Trennstrich zu ziehen und in zwei Hälften einzuteilen (Männer die erwachsen sind, und Männer die noch nicht erwachsen sind) das mutet schon ziemlich banal und einfältig an.
    Ich vermute, Sie meinen damit etwas ganz anderes. Sie nehmen nämlich die Gruppe der in ihrer Reife zurückgebliebenen und teilen diese in zwei Hälften ein; die, die augenscheinlich unreifes Verhalten zeigen, und die, die es verstehen, Erwachsensein zu simulieren. Sie beschreiben hier also Status und Image; Männer, die noch nicht erwachsen sind und Männer, die erwachsen spielen…

    Das Baby und das Kleinkind erlebt die Mutter in der (noch) symbiotischen Beziehung quasi wie einen Gott. Sie ist Orientierung, Haltepunkt und Wegweiser in einem. Die Mutter übt Macht und Kontrolle über sein Baby aus, ohne die das Baby keine Chance hätte, in der Welt zu bestehen. Erst beim Erwachsenwerden lernt das Kind, sich phasenweise und in immer größeren „Schritten“ von der Mutter abzulösen.
    Im Idealfall hat man sich als Erwachsener aus dieser Symbiose herausentwickelt, steht auf eigenen Füßen und kann Verantwortung für sich selbst und auch für andere übernehmen.
    Jeder Erwachsene trägt aber noch ein Inneres Kind in sich, für dessen Bedürfnisse es nun selbst Sorge tragen muss. Erwachsensein heißt aber nicht, nun fehlerlos zu sein und seine seelische Reife abgeschlossen zu haben. Im Gegenteil. Das Innere Kind trägt Entwicklungsdefizite, Traumatisierungen und unbefriedigte Bedürfnisse weiterhin mit sich herum.
    Der gewichtigste Unterschied zwischen Kindsein und Erwachsensein ist der, dass als Kind die Eltern eine gravierende Mitverantwortung für den Zustand und die Bedürfnisse des Kindes mittragen. Als Erwachsene sind wir aber alleinig verantwortlich geworden für den Zustand unseres Inneren Kindes. Und in einer Beziehung zwischen Mann und Frau gilt es, die jeweiligen Inneren Kinder unter den Aspekt des Ausgleichs und des Geben und Nehmens miteinander zusammenzuführen.
    Das muss unweigerlich zu Konflikten und Differenzen führen, da ein perfekter und gerechter Ausgleich in einer Beziehung nie ganz verwirklicht werden kann. Es heißt nicht umsonst, dass Mann und Frau im grunde nicht zusammenpassen, und dass eine Partnerschaft beiden Seiten immer Kompromisse abverlangt.

    Wenn man aber Ihre Texte und Buchauszüge so anschaut, dann kommen solche partnerschaftlichen Überlegungen überhaupt nicht vor. Was Sie beschreiben sind Symbiosen zwischen Frauen, die sich einzig über ihre Mutterrolle definieren und Männern, die komplementär dazu das ohnmächtige Kind in dieser Symbiose darstellen. Ihr Ansatz ist nicht, die Art des Abhängigkeitsverhältnis transparenter zu machen und jeden der beiden Beteiligten auf eigene Beine zu helfen, sondern Sie suchen Mittel und Wege, die Symbiose für beide Teile, aber besonders für die Frau erträglicher und befriedigender zu gestalten.

    Ihre Sichtweise, dass Mütterlichkeit Erwachsensein bedeuten würde, ist die zentrale Kernlüge in ihren Darlegungen. Das volle mütterliche Programm können Sie aber schon bei drei- oder fünfjährigen Mädchen beobachten, wenn sie mit ihren Puppen spielen. Mütterlichkeit hat also nichts mit Erwachsensein zu tun.
    Die erwachsene Frau hat genauso ihre Probleme beim Umgang mit ihrem Inneren Kind wie es der Mann hat. Sie hat genauso ihre Mängel, und macht beim Umgang mit diesen ihre Fehler.
    Erwachsene Männer sehen die Fehler in ihren Frauen, genauso wie erwachsene Frauen die Fehler ihrer Männer wahrnehmen können.

    Was sie aber beschreiben ist die Wahrnehmungswelt des noch nicht erwachsenen Mannes, der in der Frau nur das Unantastbare Mütterliche erkennen kann. In Ihren Augen gilt man dann als erwachsen, wenn er auf das Mütterliche in der Frau einzugehen versteht. Das Mütterliche in der Frau versucht bei diesem „Spiel“, „das Kind“ zu mehr Verantwortung zu erziehen. Die Frau, die auf das Mütterliche fixiert ist, ist aber nicht fähig, sich selbst als Frau zu reflektieren und Verantwortung für sich selbst zu tragen. Das Mütterliche definiert sich einzig über die Beziehung zum Kinde!
    Wer eine Mutter-Kind-Symbiose von außen betrachtet, kann natürlich leicht dem Trugschluss erliegen, das Mütterliche wäre reifer und dem „Kind“ im Manne überlegen. Doch es ist die GLEICHE REIFESTUFE. Ihre Grundannahme, Frauen wären erwachsener und könnten sich von ihren Müttern besser ablösen, ist also reiner Blödsinn.

    Erwachsen ist ein Mann erst dann, wenn er die (fehlerbehaftete) Frau in der Frau wahrnehmen kann und nicht nur das unangreifbare Mütterliche in ihr sieht. Der Mann ist noch nicht Mann, wenn er sich bedingungslos der Macht, Dominanz und Kontrolle des Mütterlichen in der Frau beugt. Denn damit inszeniert er ja gerade die alte Mutter-Kind-Symbiose.
    In einer erwachsenen Beziehung bewertet nicht nur die Frau die Schwächen des Mannes. Sondern der Mann erkennt auch die Mängel und Defizite in der >erwachsenen< Frau. Erziehung läuft also, wenn dies gewünscht ist, in beide Richtungen.

    Nichts von dem kann ich in ihren Ausführungen entdecken. Sondern Sie sehen und betrachten Frauen aus dem Blickwinkel des Kindes, der sich Mütterlichkeit unterzuordnen hat. (was als Kind durchaus seine Berechtigung hat). Was sie schreiben klingt also alles andere als erwachsen, sondern wenn schon dann eher mittelalterlich rückständig. Im fundamentalistischen Mittelalter mögen solche rein funktionalen und überholten Rollenklischees üblich gewesen sein. Heute aber in unserer demokratisch-individualistischen und auf Freiheit und Selbstentfaltung ausgerichteten Gesellschaft wirken Ihre Rollenbilder recht angestaubt und überholt.
    Die Frau in der Frau sucht im Manne Potenz (Lebenskraft) und Authentizität (Echtheit). Das Mütterliche in der Frau, welches sich wünscht, dass der Mann nach ihren Maßgaben zu funktionieren habe, spielt bei der wirklich ERWACHSENEN Frau nur eine untergeordnete Rolle.

    Insofern würde ich an ihrer Stelle ihre Schemata gründlich überdenken, mit denen Sie Männer und Frauen in erwachsen und noch nicht erwachsen einzusortieren gedenken.

    mfG
    ThB

    Antworten

    • admin
      24. August 2011

      Sehr geehrter Herr Breit,
      bevor Sie mit recht strenger Wortwahl (Kernlüge, mittelalterlich rückständige Ansichten, angestaubte Rollenbilder etc.) mein Buch zu zerpflücken suchen, sollten Sie es vielleicht erst mal lesen und nicht aufgrund von Auszügen mir Dinge vorwerfen, die ich einfach nicht vertrete.

      Ihre Kritik „In Ihren Augen gilt man dann als erwachsen, wenn er auf das Mütterliche in der Frau einzugehen versteht.“ ist völlig daneben gegriffen. Gerade der unerwachsene Männer tut das. Aber ich will jetzt in einem Kommentar nicht alle Missverständnisse ausräumen. Fast alle Kommentare und Rezensionen zeigen ja, dass meine Ausführungen in dem Buch schon richtig verstanden wurden.

      Insofern sehe ich keinen Anlaß, „meine Schemata gründlich zu überdenken“ aber vielleicht Sie Ihren Rezensionsstil.

      Antworten

  5. Martin
    2. September 2010

    Washington. 20.Februar.(rtr) Wer sich als Mann eine beständige Ehe wünscht, tut nach Ansicht des US-amerikanischen Experten gut daran, den Wünschen seiner Frau zu folgen. John Gottman, Psychologe an der Universität Washington, stellte dies am Freitag an zahlreichen Ehepaaren vor. Die Gehorsamkeit des Mannes sei das Erfolgskonzept, um eheliche Konflikte zu vermeiden.

    Eine klare Absage erteilte der Forscher dem Rezept des „aktiven Zuhörens“, das noch immer von vielen Eheberatern als Heilmittel bei Ehekrach empfohlen wird. Das „aktive Zuhören“ besteht darin, daß jeder Partner Äußerungen seines Gegenübers wiederholt, nach dem Motiv. „Ich höre was du da sagst.“ Gottman meint, das sei „eine emotionale Gymnastik“ und „völlig unnatürlich“. Das beste Rezept sei: „Mann höre einfach auf deine Frau!“

    Soviel zu dem psychologischen Trottel aus den USA. Ich sage: Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dumme ist.

    Antworten

    • Roland Kopp-Wichmann
      2. September 2010

      Hallo Martin,
      ich kann mir schwer vorstellen, dass Gottman das so gesagt oder gemeint hat. Haben Sie die Originalquelle?
      Was er allerdings gesagt hat und das stimmt mit meiner Erfahrung überein: je weniger sich ein Mann etwas von seiner Frau sagen lassen kann, weil er keine Kritik verträgt und sofort angreift, mauert oder alles rechtfertigt – umso schlechter wird die Ehe.

      Danke für Ihren Kommentar.

      Antworten

  6. Andreas
    22. August 2010

    Ich persönlich finde den Titel des Buches schon sehr schlecht. Und als ich mir das Inhaltsverzeichnis angeschaut wurde mir immer schlechter. Und dann habe ich mir Gedanken gemacht, was mir dieses Buch vermitteln sollte? Mit dem Titel „Frauen wollen erwachsene Männer“. Bzw. was genau meint der Autor mit „erwachsene Männer“?

    Ich persönlich finde, Männer passen sich ihrem Alter an, egal ob es die Kleidung oder die Ernährung ist. Es gibt natürlich ein paar Außenseiter. Die allerdings wissen gar nicht so richtig, worauf die Frauen stehen. Und von daher klingt das für mich unlogisch. Ich hoffe, Ihr könnt meinen Gedankengang verstehen.

    Antworten

    • Roland Kopp-Wichmann
      22. August 2010

      Hallo Andreas,
      ein Mensch, der älter wird, ist nicht automatisch erwachsen. Meine Definition eines erwachsenen Mannes, steht im Buch, falls es Sie wirklich interessiert.

      Danke für Ihren Kommentar.

      Antworten

  7. Ulrike W.
    12. März 2010

    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    ich habe mir vor ein paar Tagen Ihr Buch „Frauen wollen erwachsene Männer“ bestellt und ich lese es jetzt gerade. Prinzipiell sind mir in meinem „Frauenleben“ alle Männertypen begegnet, die sie in Ihrem Buch aufzeigen. Manche Mischformen waren drunter, aber auch die Reinkultur an Prinzen und Helden. Meine jetzige „Liebschaft“ ist genauso – der Casanova-Typ. Er lebt zwar in einer festen Beziehung (Ehe) – sagt er – aber er ist gerne woanders zu Hause. Ich habe mich lange Zeit gefragt, was ihn dazu treibt, gerade zu mir zu kommen. Ich bin immerhin 6 Jahre älter als er, wirke zwar nicht so, aber – er kommt seit einem Jahr und 2 Monaten. Wir sehen uns nur zur den „erotischen Treffs“ – mehr nicht. Mehr will er nicht, sagt er. Zeigen tut er was ganz anderes. Mimik und Gestik lügen selten. Ich bin ein guter Beobachter. Er ist innerlich von seinem eigenen Konflikt zerfressen. Zu Hause die Heilige Madonna, die Mutter seiner Kinder, mit der er niemals den Sex praktizieren würde, den er mit mir hat. Und bei mir – alles unverbindlich, ohne Erwartungen ohne Forderungen meinerseits. Sicherlich für mich auch ein Experiment, wo ich mich selber austesten kann. Letztlich ist er der erste Mann, den ich nach fast 20 Jahren wieder in mein Bett lasse.

    Ich habe mir geschworen, ich mache in Zukunft einen riesengroßen Bogen vor Männern, die nicht erwachsen sind und aus der Depressionsklasse I kommen. Doch weit gefehlt. Bislang ist mir kein wirklich erwachsener Mann begegnet.
    Fatal finde ich nur, dass Männer von Frauen erzogen werden. Von den Frauen, die sich dann später in ihren Ehen genau über solche Männer beschweren.

    Wenn Mütter nicht in der Lage sind, ihren Söhnen / Kindern eben gerade diese Art der Selbständigkeit und auch Konfliktmanagement beizubiegen, ist das schlimm genug. Wenn Kinder in einer Atmosphäre von Lieblosigkeit und Respektlosigkeit aufwachen – was sollen denn da für Erwachsene Menschen ins Leben entlassen werden? Und viele Frauen glauben immer noch diesen Unsinn, einen Mann in der Ehe „umzuerziehen“. Es gibt wenige Männer, die ihren inneren Konflikt zu lösen bereit sind. Eben gerade, weil viele nicht reflektieren. Die, die es tun sind wenig.
    Ich habe selber Inner-Kind-Konflikt und weiß, wie schwer es ist, gerade diese imaginäre Nabelschnur zu durchtrennen. Und ich denke, einem Mann fällt es noch schwerer, eben weil die Verhaltensweisen zu sehr eingefahren sind und „Mann“ oftmals nicht über sich selbst nachdenkt.
    Ich finde es die letzte Zeit sehr auffällig, dass so viele Ehen und Beziehungen scheitern, wenn Paare sich früh gefunden haben. Gerade die Mittvierziger-Klasse tut sich da extrem schwer.
    Ich war noch nie in einer echten Beziehung, eben wegen meines Inner-Kind-Konfliktes. Ich habe jetzt 7 Jahre gebraucht, vom Erkennen bis hin zur Behandlung. Und er jetzt – mit 50 Jahren – bin ich bereit, mich auf das „nicht kalkulierbarer Risiko“ einer Beziehung unter erwachsenen Aspekten einzulassen. Weil ich mich während der Behandlung verändert habe – und auch noch immer tue. Früher bin ich solchen Männer immer ins Netz gegangen und war todunglücklich. Weil ich nicht begriffen habe, dass ich das auslösende Moment bin. Jetzt ist es anders, weil ich anders bin. Ich suche jetzt nach einem erwachsenen Mann. Doch jetzt finde ich nur Männer, die einen Mama-Ersatz suchen, weil sie nie gelernt haben, sich von ihrer Mutter – sprich Nabelschnur – zu lösen. Und – die dadurch nie gelernt haben, sich selbst zu mögen und zu lieben mit allen Mucken und Macken. Und – die nicht lieben können.
    Schade – aber vielleicht gelange ich ja doch noch an einen Mann, der liebt und der geliebt werden will. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

    Übrigens – ich selbst habe keine Kinder. Nur die, die ich in mir selbst trage.

    Ich klinke mich in regelmäßigen Abständen auf Ihre Page rein, weil ich das, was Sie in Ihren Seminaren erklären, zu 100% unterstütze.

    Bitte noch weiter Bücher zu diesem Thema. Es ist echt lesenwert!
    Ihre Ulrike W.

    Antworten

  8. Thomas
    18. Februar 2009

    Entschuldigung, bin ein schlechter Internet-Gesprächspartner. Diesmal unter dem richtigen Thread:
    ———-
    Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Ich glaube daß der Titel sicherlich auch Männer der gesellschaftlichen Mitte anspricht, die sich mit der Materie noch nicht tiefer auseinandergesetzt haben, aber vielleicht gerade partnerschaftliche oder persönliche Schwierigkeiten erleben.

    Ihr Buch steht auf meiner „to-read-Liste“.

    Freundliche Grüße,
    Thomas Schmidt

    Antworten

  9. Roland Kopp-Wichmann
    17. Februar 2009

    Hallo Herr Schmidt,
    der Mann, der beim Lesen des Buchtitels reagiert mit: „Jetzt muß ich wieder so werden wie vom neuen Mann gefordert und wie die Frau es will“ ist natürlich genau meine Zielgruppe. Also der Mann, der sich von Frauen – und Ihrer „Definitionsmacht“ – schnell dominiert fühlt.
    Das Problem bei dem Thema ist, dass viele un-erwachsene Männer nicht wissen oder spüren, dass sie ein Problem haben. Und wenn eine verheiratete Frau stöhnt: „Manchmal komme ich mir vor wie eine Alleinerziehende mit zwei Kindern!“ der Mann dies nicht als Hinweis in seine Richtung hört, sondern als Genörgel oder eben Definitionsmacht.
    Meine Hoffnung ist, dass dadurch dass das Buch ein Mann geschrieben hat, einige Männer doch mehr neugierig als von vornherein ablehnend das Buch mal in die Hand nehmen. Und dann sehen, dass ich den Männern ja den Rücken stärken will und ihnen Wege zeige, sich von den Frauen – ob Mutter oder Partnerin abzulösen.
    Wir werden in den nächsten Monaten sehen, ob diese Strategie aufgeht.

    Danke für Ihren Kommentar.

    Antworten

  10. Thomas
    17. Februar 2009

    Sehr geehrter Herr Kopp-Wichmann,

    in dem was Sie vermitteln wollen, kann ich Ihnen nur zustimmen. Allerdings birgt der Buchtitel die Gefahr des Mißverstehens und einer zunächst vermuteten Ausrichtung der Männlichkeitsdefinition an die weibliche Definitionsmacht und damit traditionelle Abhängigkeiten von Emotionalitäten von der Weiblichkeit.

    Im Buch von Steve Biddulph „Männer auf der Suche“ beispielsweise wird ebenfalls die Gefahr beschrieben daß die meisten heutigen Männer sich erst mit einer Frau zusammentun und dann erwachsen werden – was dann zum häufig zu beobachtenden Phänomen der männlichen Passivität mit dem bemuttert werden führt oder schlicht und ergreifend irgendwann zur Trennung.

    So habe ich festgestellt daß Ihr Buchtitel – wenn auch mit Sicherheit anders beabsichtigt – schon mal zu leichtem Widerspruch führt nach dem Schema „Jetzt muß ich wieder so werden wie vom neuen Mann gefordert und wie die Frau es will“.

    Vielleicht sehen Sie die Möglichkeit in einer erweiterten Rezension diese Inhalte eher in der Richtung auf ein konstruktives vom Mann selbst gewolltes und definiertes Mannsein herausstellen, weil ich mir vorstellen kann daß sie in dem Buch genau dies vermitteln wollten.

    Viele Grüße,
    Thomas Schmidt

    Antworten

  11. Wilhelm Roth
    16. Februar 2009

    Lieber Roland,

    für das Buch als ein Produkt aus Deiner therapeutischen Praxis gratuliere ich Dir ganz herzlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass Du bis zu der Herausgabe des Buches viel Zeit mit Schreiben verbracht hast.

    Ich danke Dir für Dein Engagement, in Kürze werde ich es mir sicher bestellen, um zu lesen, welche Einsichten Du publiziert hast und zu prüfen, wie mir Deine Erkenntnisse unterstützende Hinweise für meine paartherapeutische Praxis geben können.

    Mit winterlichen Grüßen

    Wilhelm Roth

    Antworten

  12. Roland Kopp-Wichmann
    19. Januar 2009

    Hallo Frau Wilke,
    ich hoffe, dass das Buch einige gute Impulse für Sie bringt. Für Ihren Mann vielleicht auch. Von einem „Unparteiischen“ lässt man sich ja mitunter leichter etwas sagen. Auch wenn die eigene Ehefrau dasselbe schon seit Jahren monierte.

    Danke für Ihren Kommentar.

    Antworten

  13. Sandra Wilke
    19. Januar 2009

    Hallo,
    ich bin schon sehr gespannt auf das Buch. Habe auch schon zwei Freundinnen Bescheid gesagt. Wir drei haben den Verdacht, mit „nicht ganz erwachsenen“ Männern verheiratet zu sein.
    Aber meine diesbezüglichen Hinweise an meinen Mann haben da wenig gebracht. So hoffe ich auf Ihr Buch.
    Viele Grüsse
    S. Wilke

    Antworten

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