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	<title>Frauen wollen erwachsene Männer. &#187; Paar</title>
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	<description>Warum Männer sich ablösen müssen, um lieben zu können.</description>
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		<title>Was machen langj&#228;hrige Paare anders?</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 06:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Dreiecksbeziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Muttersohn]]></category>
		<category><![CDATA[Paar]]></category>
		<category><![CDATA[Seitensprung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Liebesbeweis aus dem Hirnscanner&#8221; lautete die wenig romantische &#220;berschrift einer Zeitungsmeldung, die mich zu diesem Beitrag anregte. Darin berichtet eine Wissenschaftlerin, dass sie mittels Kernspintomographie die neuronalen Aktivit&#228;tsmuster von Paaren untersuchte, die im Schnitt zwanzig Jahre verheiratet waren und beteuerten, dass sie noch immer verliebt ineinander seien. Verglichen mit Hirnscans von frisch verliebten Paaren zeigte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-209" style="margin: 5px; float: left;" title="summer-loving_small-photocase795649393" src="http://www.vorsicht-persoenlichkeitsentwicklung.de/wp-content/uploading//summer-loving_small-photocase795649393.jpg" alt="summer-loving_small-photocase795649393" width="199" height="149" />&#8220;Liebesbeweis aus dem Hirnscanner&#8221;</strong> lautete die wenig romantische &#220;berschrift einer<a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/;art304,2674458" target="_self" class="liexternal"> Zeitungsmeldung</a>, die mich zu diesem Beitrag anregte.</p>
<p>Darin berichtet eine Wissenschaftlerin, dass sie mittels Kernspintomographie die neuronalen Aktivit&#228;tsmuster von Paaren untersuchte, die im Schnitt zwanzig Jahre verheiratet waren und beteuerten, dass sie noch immer verliebt ineinander seien. Verglichen mit Hirnscans von frisch verliebten Paaren zeigte sich auch bei den Alt-Paaren beim Betrachten eines Bildes des Partners starke Aktivit&#228;t im Nucleus caudatus!</p>
<p>Auf deutsch: im Gehirn wurde das Belohnungszentrum, das im &#252;brigen auch beim Gebrauch von Kokain und Heroin &#8220;feuert&#8221;, stark aktiviert.</p>
<p>Nun, um zu beurteilen, wie Sie auf Ihren Partner reagieren, brauchen Sie nicht gleich einen Kernspintomographen. Es gen&#252;gt, nur mal achtsam zu beobachten, was bei Ihnen innerlich abl&#228;uft, wenn Sie nach einem langen Arbeitstag zu Hause auf Ihren Partner treffen. Oder wenn Sie untertags unvermutet Ihr Partner anruft.</p>
<p>Registrieren Sie dann eher das Anfluten von dopaminergen Botenstoffen <em>(Stichwort:  Heroin und Kokain) </em>oder reagieren Sie eher m&#252;rrisch, gelangweilt, gereizt &#8211; oder gar nicht?</p>
<p>Betrachtet man die seit Jahren steigenden Scheidungszahlen oder schaut vergleichsweise mal in seinen Bekannten- und Freundeskreis, dann kann die Frage auftauchen: <strong>Woran liegt das?</strong><span id="more-197"></span></p>
<p><span><a href="http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Familienforschung/s_1657.html" target="_blank" class="liexternal">Das Familienhandbuch des Staatsinstituts f&#252;r Fr&#252;hp&#228;dagogik</a> f&#252;hrt f&#252;r das Gelingen oder Scheitern einer Beziehung schon mal handfeste soziologische Ursachen an:</span></p>
<ul>
<li><em>Wurden die Eltern eines oder beider Partner geschieden, geht damit eine Erh&#246;hung des eigenen Scheidungsrisikos einher.</em></li>
<li><em>War einer der Partner vorher bereits einmal geschieden, so erh&#246;ht dies das Scheidungsrisiko der folgenden Ehe.</em></li>
<li><em>Je j&#252;nger die Partner bei der Heirat sind, umso gr&#246;&#223;er ist das Scheidungsrisiko.</em></li>
<li><em>Paare, die kirchlich getraut wurden, weisen ein geringeres Scheidungsrisiko auf.</em></li>
<li><em>Paare, die in Wohnorten mit weniger als 100.000 Einwohnern leben, weisen ein geringeres Scheidungsrisiko auf als die anderen Paare.</em></li>
<li><em>Paare, die w&#228;hrend ihrer Ehe zumindest zeitweise in der Nachbarschaft von Eltern oder Schwiegereltern leben, weisen ein geringeres Scheidungsrisiko auf.</em></li>
<li><em>Paare, in denen beide Partner den gleichen Schulabschluss haben, weisen ein geringeres Scheidungsrisiko auf.</em></li>
<li><em>Je mehr die Partner zur Zeit ihrer Heirat gemeinsam in ihrer Freizeit unternahmen, umso geringer ist das Scheidungsrisiko.</em></li>
<li><em>Paare mit gemeinsamen Kindern haben ein geringeres Scheidungsrisiko als die anderen Paare.</em></li>
<li><em>Verglichen mit den anderen Paaren ist das Scheidungsrisiko geringer, wenn die Partner gemeinsames Wohneigentum besitzen.</em></li>
<li><em>Ehen, in denen die M&#228;nner eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss haben, unterliegen einem geringeren Scheidungsrisiko als Ehen von M&#228;nnern ohne Berufsabschluss. </em><em>Dagegen zeigt sich kein Zusammenhang zwischen der Berufsausbildung der Frauen und dem Scheidungsrisiko.</em></li>
<li><em>Ehen mit vollzeiterwerbst&#228;tigem Ehemann weisen ein geringeres Scheidungsrisiko auf als die anderen Ehen.</em></li>
</ul>
<p><strong>Wenn Sie also jetzt auf Nummer Sicher gehen wollen, </strong>brauchen Sie als Frau einen Partner, der noch nie geschieden wurde, den gleichen Schulabschluss wie Sie und einen Beruf hat aber nicht zu jung ist. Er sollte  bereit sein, sich kirchlich trauen zu lassen und mit Ihnen in eine Kleinstadt in die N&#228;he seiner oder Ihrer Eltern zu ziehen. Sie sollten sich dann Kinder und Wohneigentum anschaffen, beide Vollzeit arbeiten  und viel gemeinsam die Freizeit verbringen.</p>
<p>Nun ja, da bleibt man vielleicht lange zusammen aber vielleicht auch, weil man rund um die Uhr besch&#228;ftigt ist und f&#252;r das Paarleben kaum Zeit bleibt.</p>
<p>Aus meiner pers&#246;nlichen Eheerfahrung (f&#252;nfundzwanzig Jahre) und meiner beruflichen Arbeit als Paartherapeut will ich hier meine Antworten auf die Frage, die ja alle Paare interessiert, formulieren:</p>
<p><strong>&#8220;Wie bleiben wir m&#246;glichst lange ein gl&#252;ckliches Paar?&#8221;</strong></p>
<p>Es sind aus meiner Sicht sieben Herausforderungen:</p>
<ol>
<li><strong>Sich zum Partner bekennen.</strong><br />
Beziehung braucht Verbindlichkeit. Also ein freiwilliges Sich Einlassen auf diesen einen Menschen. Es braucht eine Entscheidung f&#252;r diesen Menschen und eine Entscheidung <em>gegen</em> alle anderen Menschen oder Besch&#228;ftigungen, die diese Verbindlichkeit belasten k&#246;nnen.<br />
Damit sind jetzt einerseits erotische Aff&#228;ren gemeint aber auch eine &#220;berbetonung der Karriere, wo also jemand eigentlich mit seinem Beruf verheiratet ist.<br />
Wie dieses &#8220;Bekennen&#8221; aussieht, ist individuell verschieden und muss das Paar f&#252;r sich kl&#228;ren. F&#252;r die meisten ist es die Hochzeit und das Tragen von Ringen. Ich bin immer skeptisch, wenn Paare l&#228;nger zusammenleben, vielleicht Kinder haben, aber diesen wichtigen Schritt mit rationalen Argumenten verweigern.<br />
Das Bekennen geschieht ja nicht im Kopf, sondern hat zwei Richtungen. Nach innen zum Partner und nach au&#223;en als soziales Ritual. Man zeigt der Gemeinschaft: <em>&#8220;Seht alle her! Das ist der Mensch, den ich liebe.&#8221;</em><br />
Und nat&#252;rlich ist es mit einem einmaligen Bekennen nicht getan. Es muss immer wieder empfunden und gezeigt werden.</li>
<li><strong>Seine Geschichte aufarbeiten.</strong><br />
Ich glaube, die meisten Beziehungen scheitern nicht an mangelnder Liebe, sondern an den Hypotheken aus der Vergangenheit. Und diese Hypothek bringt jeder mit als seinen unbewussten Beitrag.<br />
So verstehe ich auch das statistische Ph&#228;nomen, dass Kinder aus Ehen, wo die Eltern sich trennten, ein h&#246;heres Scheidungsrisiko haben. Man m&#252;sste ja denken, die wollen bestimmt das vermeiden, was sie als Kind meist schmerzlich erlebt haben.<br />
<strong>Aber es sind eben unbewusste Hypotheken. </strong>Da spielen hinein die Ehe der Eltern, das M&#228;nner- und Frauenbild, das man von zu Hause mitbekommt. Die eigene Geschwisterposition spielt eine gro&#223;e Rolle. Und vor allem, wie sehr man seinen Frieden mit seinen Eltern gemacht hat. Also, wie sehr auf der einen Seite die eigene Abl&#246;sung gegl&#252;ckt ist und gleichzeitig ein angemessener Kontakt mit den Eltern m&#246;glich ist.<br />
Ganz viele Partner sind eben in vielen Beziehungssituationen nicht erwachsen. Man projiziert zum Beispiel das Bild einer kontrollierenden, dominanten Mutter auf die eigene Ehefrau. Oder man hat Angst, sich einem Mann hinzugeben, weil man als M&#228;dchen Mannsein mit K&#228;lte, Distanz oder Gewalt erlebt hat.<br />
<strong>Die eigene Geschichte aufarbeiten</strong> geschieht am besten &#252;ber viel Reflektieren, B&#252;cherlesen oder eine gute Psychotherapie. Man ist nie ganz damit fertig aber man kann den Kopf immer l&#228;nger aus dem Sumpf halten.</li>
<li><strong>Die Beziehung als Projekt betrachten.</strong><br />
Ich w&#228;hle diese sachliche Bezeichnung, weil sie den meisten Menschen etwas deutlich klar macht. Wer etwas Gro&#223;es erreichen will, muss eine Menge daf&#252;r tun.<br />
Wenn Sie ein Essenseinladung f&#252;r zehn Personen planen oder einen gepflegten Garten haben m&#246;chten, wenn Sie eine individuelle Reise planen, dann investieren Sie eine Menge Zeit, Energie und Geld in dieses Projekt. Sie setzen sich nicht hin und denken<em> &#8220;Muss irgendwie von alleine laufen.&#8221;</em><br />
Wenn in einem beruflichen Projekt Sie bei einem Kunden eine Irritation bemerken, denken Sie nicht: <em>&#8220;Der soll sich mal nicht so anstellen!&#8221; </em>Sie gehen hin und versuchen, das Missverst&#228;ndnis auszur&#228;umen. Wenn ein Projekt an die Wand zu fahren droht, denken Sie als Projektleiter nicht: <em>&#8220;Da sind die anderen dran schuld!&#8221;</em> Sondern sie forschen nach, woran es fehlt. Unklare Ziele, zuwenig Einsatz, zuwenig Kommunikation?<br />
<strong>Eine intensive Partnerbeziehung &#8211; nicht das nebeneinanderher Leben in einer ehelichen Wohngemeinschaft &#8211; ist ein Riesenprojekt.</strong><br />
Das klingt jetzt vielleicht anstrengender als es gemeint ist. Wichtig ist die innere Einstellung. Viele denken ja wie Alfred Tetzlaff: <em>&#8220;Bei der Hochzeit hab ich dir gesagt, dass ich dich liebe. Das giltet jetzt f&#252;r die n&#228;chsten drei&#223;ig Jahre.&#8221;</em></li>
<li><strong>Auf Gleichberechtigung achten.</strong><br />
Dazu geh&#246;rt einerseits ein gleichberechtigtes Geben und Nehmen. Eine Beziehung, in der einer nur gibt oder einer nur nimmt, ist meist zum Scheitern verurteilt. Die Frau, die arbeitet und lange Jahre das Studium ihres Partners finanziert, wird oft am Ende verlassen. Warum? Weil der Mann unbewusst sp&#252;rt, dass er soviel bekommen hat, dass er das nie wiedergutmachen kann &#8211; und lieber in eine unbelastete Beziehung fl&#252;chtet.<br />
Der sprichw&#246;rtliche Streitpunkt, wer den M&#252;lleimer runterbringt, ist ja kein sachlicher. Es geht dabei mehr um die Anerkennung des Mannes, was seine Partnerin im Haushalt schon alles macht.<br />
Gleichberechtigung zeigt sich aber auch bei den Finanzen. Wenn einem Partner das gemeinsam bewohnte Haus allein geh&#246;rt, das mit der Arbeitsleistung beider abgezahlt wird, ist das ein Thema. Wenn beide getrennte Konten haben und keiner so recht wei&#223;, was der andere verdient, zeigen sich hier die Grenzen der Gleichberechtigung und vielleicht auch das mangelnde Vertrauen.<br />
<strong>Ob Ihre Beziehung gleichberechtigt, </strong>finden Sie am besten mit Ihrem Partner heraus. Am besten in Form eines Zwiegespr&#228;chs, denn das Thema ist bei vielen Paaren konfliktbeladen. <a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/article/191/zwiegespraeche-besser-als-wohngemeinschaft-viagra-oder-scheidungsanwalt" target="_self" class="liexternal">Hier eine Anleitung.</a></li>
<li><strong>N&#228;he und Sexualit&#228;t lebendig halten.</strong> <img style="float:right" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/01/bett-mit-schwan-xs-a-ulga-fotolia.jpg" border="0" alt="Titel" hspace="5" vspace="2" width="205" height="154" /><br />
&#8220;Overworked and underfucked&#8221; ist ein treffender Ausdruck f&#252;r die Situation vieler Paare. Wenn der Mann viel arbeitet und die Frau Familie und Haushalt managt. Wenn beide arbeiten und abends um zwanzig Uhr nach Hause kommen.<br />
N&#228;he entsteht nicht auf Knopfdruck, weil man gerade mal eine halbe Stunde Zeit hat. Sexualit&#228;t ist ein guter Gradmesser f&#252;r die innere Bezogenheit der Partner zueinander. Wenn er nicht &#8220;kann&#8221; oder sie nicht &#8220;will&#8221;, sind das meist Signale &#252;ber den Zustand der Beziehung.<br />
<strong>Wie h&#228;lt man die Beziehung lebendig?</strong><br />
So wie man ein Projekt am Laufen h&#228;lt. Durch Engagement und Einsatz. Konkret: Paare brauchen Zeit zu zweit. Ohne Kinder, ohne Freunde, ohne Eltern. Das kann ein Abend in der Woche sein. Oder ein halber Tag am Wochenende. Zeit, wo Sie sich begegnen k&#246;nnen &#8211; und m&#246;glichst etwas tun, was Ihnen beiden gut tut.</li>
<li><strong>Beherzigen Sie die 5-zu-1-Regel.<br />
</strong>Der Paarforscher John Gottman hat etwas sehr Wichtiges herausgefunden, was gl&#252;ckliche Langzeitpaare anders machen als Paare, die sich trennten:</li>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/Xw9SE315GtA&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Xw9SE315GtA&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Gl&#252;ckliche Paare geben sich 5 mal mehr positive Botschaften (Fragen stellen, Zuwendung, Ber&#252;hrung, Best&#228;tigung) als negative Botschaften (&#196;rger, Zur&#252;ckweisung, Feindseligkeit, Mauern).<br />
Das Verh&#228;ltnis ist also nicht &#8220;Eins zu eins&#8221;. Das hei&#223;t, wenn Sie Ihren Partner verletzt oder ver&#228;rgert haben, gen&#252;gt eine positive Botschaft nicht.  Sie brauchen f&#252;nf.<br />
<strong>Mein Vorschlag:</strong> probieren Sie es aus. Nur f&#252;r eine Woche. Und testen Sie, ob es einen Unterschied in Ihrer Beziehung macht und darin, wie Sie sich in Ihrer Beziehung f&#252;hlen.</p>
<li><strong>Einen gemeinsamen Sinn f&#252;r die Beziehung finden.</strong> <img style="float:right" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/2009/01/schwane-mit-jungen-xs-a-arokas-fotolia.jpg" border="0" alt="Titel" hspace="5" vspace="2" width="217" height="161" /><br />
F&#252;r die meisten Menschen sind das gemeinsame Kinder. Obwohl Kinder viel Geld kosten, endlose M&#252;hen und Sorgen machen, ist das f&#252;r die meisten Menschen so.Vielleicht weil Kinder einem deutlich machen, dass das Leben begrenzt ist. Dass wir dieses Leben verlassen werden &#8211; und in den Kindern etwas von uns bleibt. Kinder machen auch deutlich, dass das Leben ein unendlicher Strom ist und wir ein Teil davon sind &#8211; f&#252;r eine begrenzte Zeit.<br />
Gemeinsam das Haus abzuzahlen oder dass beide ihre Karriere verfolgen, glaube ich, reicht nicht als Sinn f&#252;r eine Beziehung. Das ist dann mehr ein gut funktionierendes Arbeitsteam.<br />
Einen gemeinsamen Sinn f&#252;r die Beziehung finden ist die Antwort auf die Frage: <em>&#8220;Warum sind gerade wir beide zusammen?&#8221;</em><br />
<strong>Wie n&#228;hert man sich dieser Antwort?</strong><br />
Indem Sie Ihr Leben vom Ende betrachten und darauf schauen, was Sie mit Freude, Zufriedenheit und Stolz erf&#252;llt, was Sie gemeinsam in Ihrer Beziehung und Ihrem gemeinsamen Leben geschaffen und erm&#246;glicht haben.<br />
Das k&#246;nnen Kinder sein. Das kann die gegenseitige Hilfe sein, das jeweilige Potenzial zu entwickeln. Das kann eine gemeinsam gelebte Spiritualit&#228;t sein. Finden Sie Ihre Antworten.</li>
</ol>
<p><strong>PS: Wenn Sie ein Beziehungsproblem mit mir bearbeiten m&#246;chten, empfehle ich Ihnen <a href="http://paartherapie4you.de/html/paarseminar.html" target="_self" class="liexternal">mein neues Partner-Beziehungs-Seminar</a></strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-217" title="Podcasts von Roland Kopp-Wichmann" src="http://www.vorsicht-persoenlichkeitsentwicklung.de/wp-content/uploading//podcastman.jpg" alt="Podcasts von Roland Kopp-Wichmann" width="65" height="65" /> Diesen Beitrag k&#246;nnen Sie sich hier als Podcast anh&#246;ren:</p>
<h2>Was sind Ihre Tipps f&#252;r eine gute Beziehung?</h2>
<h2>Schreiben Sie hier Ihre Erfahrung oder Meinung dazu.</h2>
<p><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefiel …</span></span><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">… dann empfehlen Sie ihn doch weiter. Einfach hier unten auf “Weitersagen” klicken.<br />
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<span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_4038.html';"><span style="cursor: pointer" title="Zur Detailansicht." onclick="location.href='/zitat_3249.html';">Danke f&#252;r Ihr Interesse.</span></span></span></span></p>
<p style="text-align: right;"><small>Fotos: © ulga, Blue-Fox und arokas l &#8211; Fotolia.com und sxc<br />
</small></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de%2Flangjaehrige-paare'; szt='Was+machen+langj%C3%A4hrige+Paare+anders%3F';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/66/7f/widget_667fa53d757b09055b5c35e1a4295e59.js"></script></div><div id="vgwpixel"><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/9998db8091834eee85dfd66e817920b6" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<title>Zwiegespr&#228;che &#8211; wie Paare &#252;ber sich und miteinander sprechen k&#246;nnen.</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 06:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieecksbeziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Paar]]></category>

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		<description><![CDATA[In meiner Arbeit in Seminaren und Coachings, wo es meist um berufliche Themen geht, sto&#223;e ich h&#228;ufig auf Probleme im Privatleben. Sei es dass ein Paar st&#228;ndig streitet, und der Mann deswegen lieber dringende &#220;berstunden im B&#252;ro ableistet. Oder dass seit der Geburt der Kinder die ganze F&#252;rsorge deren Wohl gewidmet ist, und als Folge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="margin: 5px; float: left" src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/karotte_small-photocase717631349875.jpg" border="1" alt="karotte_small-photocase717631349875.jpg" hspace="7" vspace="7" width="125" height="206" /> In meiner Arbeit in Seminaren und Coachings, wo es meist um berufliche Themen geht, sto&#223;e ich h&#228;ufig auf Probleme im Privatleben.</p>
<p>Sei es dass ein Paar st&#228;ndig streitet, und der Mann deswegen lieber dringende &#220;berstunden im B&#252;ro ableistet.</p>
<p>Oder dass seit der Geburt der Kinder die ganze F&#252;rsorge deren Wohl gewidmet ist, und als Folge eines eingeschlafenen Sexuallebens das Paar mehr einer Wohngemeinschaft &#228;hnelt. Und Mami und Papi ihre ganze Leidenschaft &#246;kologischen oder schulischen Fragen widmen &#8211; anstatt die selbe Energie der Paarbeziehung zuzuf&#252;hren.</p>
<p>Klassisch ist auch der erfolgreiche Manager 40plus mit Zweitwagen, Zweitwohnung und heimlicher Zweitfrau.</p>
<p>Frage ich diese Menschen nach ihrer Erkl&#228;rung f&#252;r diese Entwicklung, kommen meist die &#252;blichen Antworten (auseinander gelebt, zu wenig Gemeinsamkeiten, stressiger Job). Bei denen, die das Nebeneinanderher-Leben bedauern und noch eine Portion Verbundenheit, Interesse oder Liebe da ist, empfehle ich, Zwiegespr&#228;che zu f&#252;hren.</p>
<p>Da dabei immer wieder Unklarheiten auftauchen, will ich dazu in diesem Beitrag die wesentlichen Fragen beantworten.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="word-spacing: 0px; font-family: Georgia; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; font-size: 21px; line-height: 18px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; text-transform: none; color: #000000; text-indent: 0px; white-space: normal; letter-spacing: normal; border-collapse: separate; orphans: 2; widows: 2">Wann sind Zwiegespr&#228;che sinnvoll?</span></p>
<p>Zwiegespr&#228;che sind etwas ganz anderes als &#8220;normale&#8221; Gespr&#228;che. Sie brauchen Zeit, haben eine feste Struktur und sind vor allem in diesen F&#228;llen sinnvoll:</p>
<p><span id="more-200"></span></p>
<ul>
<li><strong>Wenn Sie als Paar sich immer wieder in fruchtlose Machtk&#228;mpfe verstricken.<br />
</strong>Sie kennen schon die Argumente des anderen &#8211; und sie wissen auch schon, was Sie sagen werden.</li>
<p>[youtube]http://de.youtube.com/watch?v=oramCz8WqzU[/youtube]</p>
<li><strong><strong>Wenn Sie zu einem Thema unterschiedliche Auffassungen haben und eine gemeinsame Entscheidung brauchen.</strong><br />
</strong> (Urlaubsziel, Finanzen, Kindererziehung etc.)</li>
<li><strong><strong>Wenn Sie Ihre Beziehung vertiefen wollen. </strong><br />
</strong> Wenn Ihre Kommunikation haupts&#228;chlich der Alltagsorganisation dient und Sie gar nicht mehr wissen, was den anderen besch&#228;ftigt.</li>
<li><strong><strong>Wenn Sie sich in der Beziehung v.a. als Rollentr&#228;ger/in f&#252;hlen und selten als Mensch f&#252;hlen.</strong><br />
</strong> Rollen wie Ern&#228;hrer, M&#228;dchen f&#252;r alles, S&#252;ndenbock f&#252;r alles, Dienstbotin etc.</li>
<li><strong><strong>Wenn Sie sich nicht trauen, konflikthafte Themen anzusprechen.</strong><br />
</strong> Konflikte sind normal. Bei einer schlechten Streitkultur werden notwendige Auseinandersetzungen aber eher gemieden, weil zumindest ein Partner glaubt, dass er ohnehin die schlechteren Karten hat.</li>
<li><strong><strong>Wenn Sie Leichtigkeit, Lust und Spa&#223; in der Beziehung vermissen.</strong><br />
</strong> Nehmen die Pflichten  &#252;berhand, wird das Leben mit der Zeit freudlos und langweilig. Das Beziehungsmodell &#8220;Wohngemeinschaft&#8221; zur Kinderaufzucht und Hypothekentilgung ist zwar &#252;ber lange Zeit oft erstaunlich stabil &#8211; solange nicht einer au&#223;erhalb der Ehe entdeckt, dass er zu lange nur funktioniert hat und pl&#246;tzlich lebendig wird.</li>
<li><strong><strong>Wenn sexuelle Lustlosigkeit sich &#252;ber lange Zeit hinzieht.</strong><img style="margin: 5px; float: right" src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/marin-conic-fotoliacom-fotolia_small.jpg" border="1" alt="marin-conic-fotoliacom-fotolia_small.jpg" hspace="7" vspace="7" width="210" height="166" align="right" /><br />
</strong> Ich glaube nicht, dass der Grund daf&#252;r in unserer &#252;bersexualisierten Welt liegt oder dass die Medien schuld sind oder dass es die emanzipierten Frauen, die uns M&#228;nner unter Druck setzen &#8230;<br />
Vielmehr betrachte ich nicht-organisch bedingte Impotenz oder weibliche Lustlosigkeit meist nicht als das eigentliche Problem. Sondern f&#252;r eine kreative &#8211; unbewusste &#8211; L&#246;sung f&#252;r einen Konflikt. Statt einem Nicht-K&#246;nnen ein Nicht-Mehr-Wollen. Also ein nicht angek&#252;ndigter Streik. Und Streik ist die Waffe derer, die sich hilfloser f&#252;hlen (nicht sind). Deswegen sind Viagra und Co. auch nur ein Mittel, damit &#8220;er&#8221; (man) wieder funktioniert. Konkreter: Impotenz ist kein Viagra-Mangel auch wenn es hilft. So wie ja auch Kopfweh keinen Aspirinmangel anzeigt, auch wenn eine Tablette oft hilft.<br />
Mit Zwiegespr&#228;chen kann man nach einer Weile an den wahren Streikgrund r&#252;hren. Doch das braucht l&#228;nger.</li>
<li><strong><strong>Wenn sich das gemeinsame Leben deutlich &#228;ndert.</strong><br />
</strong> Phasen&#252;berg&#228;nge sind immer kritische Zeiten. Das erste Kind, Krankheiten, Umz&#252;ge, &#228;lter werden, Auszug der Kinder, Pensionsgrenze. Wenn man nicht mehr weiter machen wie bisher, hilft es, miteinander &#252;ber das Erlebte zu sprechen.</li>
</ul>
<p><span class="Apple-style-span" style="word-spacing: 0px; font-family: Georgia; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; font-size: 21px; line-height: 18px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; text-transform: none; color: #000000; text-indent: 0px; white-space: normal; letter-spacing: normal; border-collapse: separate; orphans: 2; widows: 2"><strong><br />
Wer kann Zwiegespr&#228;che f&#252;hren?</strong></span></p>
<p>In diesem Beitrag richte ich mich vor allem an Paare. Doch die Methode ist nicht auf Mann und Frau beschr&#228;nkt. Ich habe Zwiegespr&#228;che schon in ganz unterschiedlichen Situationen empfohlen. Zum Beispiel f&#252;r:</p>
<ul>
<li><strong><strong>Erwachsene mit den eigenen Eltern oder auch Schwiegereltern.</strong><br />
</strong> Gerade in dieser Beziehung spielen ja oft die Themen Abgrenzung, Einmischen, Loslassen u.a. eine gro&#223;e Rolle, die schnell zu Grundsatzfragen aufgebauscht werden (&#8220;In meiner Generation&#8221;, &#8220;Fr&#252;her galt &#8230;&#8221; &#8220;Wir meinen es nur gut&#8221;). Muss von jedem die andere Meinung vor allem abgewehrt werden, bleibt das gegenseitige Verst&#228;ndnis, warum der andere so handelt, auf der Strecke.</li>
<li><strong><strong>Eltern mit heranwachsenden Kindern.</strong><br />
</strong> Die Pubert&#228;t ist v.a. eine Zeit, wo unterschiedlichen Werte, Normen und Verhaltensweisen aufeinander prallen. Drohungen und Sanktionen greifen nicht mehr oder sind unangemessen. Was jetzt &#252;brig bleibt, ist die Beziehung &#8211; und die gemeinsame Kommunikation. Da in der Pubert&#228;t Identit&#228;tsfragen und Trennungsthemen unbewusst mitschwingen, sind die Gef&#252;hle aller Beteiligten stark und hoch ambivalent. Zwiegespr&#228;che erm&#246;glichen zuweilen den Weg zu einem gegenseitigen Verst&#228;ndnis bzw. Respekt, wenn man dasselbe entgegen gebracht bekommt.</li>
<li><strong><strong>F&#252;hrungskraft und Mitarbeiter</strong><br />
</strong> Das braucht nat&#252;rlich einen Vorgesetzten, der sich nicht hinter seiner hierarchisch &#252;bergeordneten Rolle verstecken muss. Und es braucht einen Mitarbeiter, der bereit ist, sein Feindbild (Idiot, Menschenschinder, Technokrat) mal eine Weile auf die Seite zu stellen, um vielleicht zu erkennen, dass sein Chef (seine Chefin) auch ein Mensch mit Gef&#252;hlen und Empfindlichkeiten ist.</li>
<li><strong><strong>Mitarbeiter in einem Team.<br />
</strong></strong>Zwiegespr&#228;che kann man auch verstehen als Mediationgespr&#228;ch &#8211; ohne Mediator. Oder als Schlichtung ohne Schlichter. Die Funktion des Dritten und die dadurch oft eintretende Beruhigung oder Versachlichung der Parteien &#252;bernimmt bei Zwiegespr&#228;chen die feste Struktur und die Disziplin der Beteiligten, sich an diese Struktur zu halten.</li>
</ul>
<p><span class="Apple-style-span" style="word-spacing: 0px; font-family: Georgia; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; font-size: 21px; line-height: 18px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; text-transform: none; color: #000000; text-indent: 0px; white-space: normal; letter-spacing: normal; border-collapse: separate; orphans: 2; widows: 2"><strong><br />
Wie f&#252;hrt man ein Zwiegespr&#228;ch?</strong></span></p>
<p>Die Grundregeln sind einfach aber wirkungsvoll. Ich empfehle daher, sie strikt einzuhalten. Dass man Zwiegespr&#228;che &#8220;braucht&#8221;, ist ja ein Zeichen daf&#252;r, dass man das, was durch die Regeln bewirkt wird, so spontan im Gespr&#228;ch nicht tun kann.</p>
<ul>
<li><strong><strong>Mindestens einmal in der Woche eine Stunde Zeit. </strong><br />
</strong> Wer im Urlaub ist, kann es auch &#246;fter tun. Aber die Regelm&#228;&#223;igkeit ist wichtig. Zu oft bringt auch nichts. In den Zeiten zwischen den Gespr&#228;chen wirkt das Gesagte und Geh&#246;rte nach.</li>
<li><strong><strong>Einander gegen&#252;bersetzen.</strong><br />
</strong> Nicht im Freien, nicht beim Spaziergang. All dies lenkt zu sehr ab und st&#246;rt den intimen Raum.</li>
<li><strong><strong>A spricht, B h&#246;rt zu.<br />
</strong></strong>Jeweils zehn Minuten spricht A und B h&#246;rt zu. Nach zehn Minuten Wechsel. Dann spricht B und A h&#246;rt zu. In einer Stunde kommt also jeder dreimal dran mit Sprechen und Zuh&#246;ren.<br />
Sprechen hei&#223;t, von sich sprechen. Am besten als Antwort auf die selbstgestellte Frage: <em>&#8220;Was mich zur Zeit stark besch&#228;ftigt.&#8221;<br />
</em>A spricht dar&#252;ber, wie er sich, den anderen, die Beziehung und sein Leben erlebt. A muss nicht die ganze Zeit sprechen. Das Schweigen und Sp&#252;ren, was A im Schweigen erlebt (Unruhe, Unwohlsein, Druck, Ruhe, Orientierungslosigkeit) kann A &#228;u&#223;ern.B h&#246;rt zu. B &#252;berlegt also nicht, was er darauf erwidern k&#246;nnte. B denkt nicht dar&#252;ber nach, was ihn zur Zeit stark besch&#228;ftigt. B ist beim anderen &#8211; und bei sich. B urteilt und wertet nach M&#246;glichkeit nicht. B hat die innere Haltung eines V&#246;lkerkundlers, der die Ansichten und Gebr&#228;uche eines fremden Volkes kennenlernen will (&#8220;Ist ja interessant!&#8221;)</li>
<li><strong><strong>Keine Fragen, keine Kommentare.</strong><br />
</strong> Beides ist nicht erlaubt, auch keine nonverbalen Kommentare wie h&#246;rbares Ausatmen, Augenverdrehen, Kopfsch&#252;tteln.<br />
Das ist &#252;berhaupt das Heilsame der Struktur der Zwiegespr&#228;che, das mir immer wieder berichtet wird. Jeder kann sprechen ohne unterbrochen, kritisiert, angegriffen zu werden. Und jeder darf zuh&#246;ren, ohne gleich eine Meinung dazu haben zu m&#252;ssen.</li>
<li><strong><strong>Jeder spricht, wor&#252;ber er/sie sprechen m&#246;chte</strong>.<br />
</strong> Zwiegespr&#228;che sind keine Beichte, haben keinen Offenbarungszwang. Jeder ist so offen, wie er sein m&#246;chte. Jeder ist frei in der Wahl seines Themas. Wenn A in seiner Sprechsequenz &#252;ber Thema X spricht, muss B in seiner Sequenz nicht darauf antworten. Er kann es aber tun.</li>
<li><strong><strong>Nach dem Zwiegespr&#228;ch kein Nachkommentieren.</strong><br />
</strong> Am besten, man trennt sich f&#252;r eine Weile, l&#228;sst das Erlebte in sich wirken, schreibt etwas auf. Ein Zwiegespr&#228;ch ist ein Spiegelbild der Beziehung. Offen, unfertig, voller M&#246;glichkeiten &#8211; ein immerw&#228;hrender Proze&#223;. Mit einem Ziel aber ohne ein Ende.</li>
</ul>
<p><span class="Apple-style-span" style="word-spacing: 0px; font-family: Georgia; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: bold; font-size: 21px; line-height: 18px; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; text-transform: none; color: #000000; text-indent: 0px; white-space: normal; letter-spacing: normal; border-collapse: separate; orphans: 2; widows: 2"><strong>Wie kann man mit Hindernissen umgehen?</strong></span></p>
<p>Aus meiner Praxis mit Klienten kommen h&#228;ufig diese Fragen:</p>
<ul>
<li><strong><strong>Was tun, wenn einer Zwiegespr&#228;che will und der andere nicht?</strong><br />
</strong> Es ist n&#252;tzlich, die Widerst&#228;nde zu untersuchen. Dabei helfen Rationalisierungen wenig weiter (&#8220;Ich rede nicht gern, ich mache lieber.&#8221; &#8220;Was soll uns dieses Psychgelaber bringen.&#8221;) Vielmehr m&#252;ssen die dahinterliegenden &#196;ngste gesp&#252;rt und ge&#228;u&#223;ert werden. Die beste Form daf&#252;r w&#228;re &#8211; paradoxerweise &#8211; ein Zwiegespr&#228;ch.<br />
Manchmal steht hinter einer Weigerung, zumal wenn keine bessere Alternative genannt wird, bereits die indirekt ge&#228;u&#223;erte Botschaft, nichts mehr investieren zu wollen. Das kann man ansprechen.</li>
<li><strong><strong>Wir finden einfach keine Zeit f&#252;r gemeinsame Zwiegespr&#228;che.</strong><br />
</strong> Das ist eine Ausrede. Oder die besser klingende Aussage, dass einem alles andere wichtiger ist. (Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gr&#252;nde.) Wenn Sie sich das Bein brechen w&#252;rden, h&#228;tten Sie auch die Zeit, ins Krankenhaus zu gehen.</li>
<li><strong><strong>Wir schaffen es nicht, die Zeiten einzuhalten.</strong><br />
</strong> Das zeigt, wie schwer es Ihnen f&#228;llt, Grenzen zu respektieren und einzuhalten. Nehmen Sie einen Kurzzeitwecker dazu.</li>
<li><strong><strong>Ich kann nicht nur zuh&#246;ren und unterbreche dann meinen Partner.</strong><br />
</strong>Hieraus k&#246;nnen Sie ersehen, wie schwer es Ihnen f&#228;llt, andere Meinungen und Standpunkte stehen zu lassen und dass sie wenig inneren Raum f&#252;r Verschiedenheit haben. Im Zwiegespr&#228;ch k&#246;nnen Sie lernen, dass Ihre Weltsicht nur eine von Milliarden anderer ist und Sie nicht Recht haben (m&#252;ssen). Wenn es nicht anders geht: Halten Sie sich den Mund zu &#8211; um sich ganz auf&#8217;s Zuh&#246;ren zu konzentrieren.</li>
<li><strong><strong>Ich kann nicht offen sprechen, wenn mein Partner mich anschaut.</strong><br />
</strong> Zwiegespr&#228;che k&#246;nnen trotz der distanzierenden Struktur eine neue N&#228;he zwischen dem Paar erm&#246;glichen. Manchmal, wenn man den Anderen vor allem als Projektionsfl&#228;che f&#252;r eigene abgewehrte Gef&#252;hle braucht, kann der Anblick des Anderen &#8211; und dessen Reaktionen &#8211; f&#252;r einen hinderlich sein. Probieren sie aus, sich R&#252;cken an R&#252;cken zu setzen.</li>
</ul>
<p>Die Kommunikationsmethode der Zwiegespr&#228;che haben Michael Lukas Moeller mit seiner Frau Célia Maria Fatia entwickelt.</p>
<p><strong><img src="http://persoenlichkeits-blog.de/wp-content/uploading/gelegenheit-macht-liebe.jpg" alt="gelegenheit-macht-liebe.jpg" hspace="6" vspace="6" width="131" height="190" align="right" /></strong></p>
<p>Seine bekanntesten B&#252;cher sind: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499614316?ie=UTF8&amp;tag=praxisfurps05-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499614316" class="liexternal">Die Wahrheit beginnt zu zweit / Die Liebe ist das Kind der Freiheit. Sonderausgabe</a><strong><img style="margin: 5px; float: left" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=praxisfurps05-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3499614316" border="0" alt="" width="1" height="1" /></strong></p>
<p>Diesen Beitrag k&#246;nnen Sie sich hier als Podcast anh&#246;ren oder auch <a href="http://tinyurl.com/4k7glc" class="liexternal">hier herunterladen.</a></p>
<p><strong><strong>Und wie geht es Ihnen mit Ihrer Kommunikation?</strong></strong></p>
<p><strong><strong>Was halten Sie von Zwiegespr&#228;chen?<br />
Als Paar? Mit Ihrem Chef? Ihren Mitarbeitern?<br />
Welche Erfahrungen haben Sie schon mit Zwiegespr&#228;chen gemacht?<br />
Gab es Hindernisse? Wie sind Sie damit umgegangen?<br />
Welche Frage haben Sie zu der Methode?</strong></strong></p>
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<p>Danke f&#252;r Ihr Interesse.</p>
<p align="right">Fotos:<br />
Karotte: binski photocase.com<br />
Paar: © Marin Conic &#8211; Fotolia.com</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de%2Fzwiegespraeche'; szt='Zwiegespr%C3%A4che+-+wie+Paare+%C3%BCber+sich+und+miteinander+sprechen+k%C3%B6nnen.';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/66/7f/widget_667fa53d757b09055b5c35e1a4295e59.js"></script></div><div id="vgwpixel"><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/258bfea0e36f4638bc0cc2a084d1d5d4" width="1" height="1" alt=""></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Passen M&#228;nner und Frauen &#252;berhaupt zusammen?</title>
		<link>http://www.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de/passen-maenner-frauen</link>
		<comments>http://www.frauen-wollen-erwachsene-maenner.de/passen-maenner-frauen#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 06:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Kopp-Wichmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Paar]]></category>

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		<description><![CDATA[Loriot war ja der Ansicht, dass M&#228;nner und Frauen nicht zusammenpassen. In meinen Pers&#246;nlichkeitsseminaren und Coachings, in denen es vor allem um berufliche Themen geht, frage ich nach einer Weile auch nach dem privaten Umfeld. Denn beides geh&#246;rt f&#252;r mich zusammen. In der Partnerschaft und Familie werden wir, wenn es gut l&#228;uft, akzeptiert ohne Besonderes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Loriot war ja der Ansicht, dass M&#228;nner und Frauen nicht zusammenpassen.</p>
<p>In meinen Pers&#246;nlichkeitsseminaren und Coachings, in denen es vor allem um berufliche Themen geht, frage ich nach einer Weile auch nach dem privaten Umfeld. Denn beides geh&#246;rt f&#252;r mich zusammen.  In der Partnerschaft und Familie werden wir, wenn es gut l&#228;uft, akzeptiert ohne Besonderes leisten zu m&#252;ssen. Im Beruf finden wir, wenn es gut l&#228;uft, Abstand von der Liebe und k&#246;nnen unser kreatives Potenzial nutzbringend einsetzen.</p>
<p>Doch damit es in beiden Bereichen “gut l&#228;uft”, braucht es Aufmerksamkeit und Einsatz. Denn nach dem  2. Satz der Thermodynamik wird alles von alleine schlechter. Die Fensterrahmen Ihres Hauses verwittern. Ihr sauberes Auto wird von alleine dreckig.  Die Schreibtischordnung verschwindet unter Briefen, Akten und Notizen. Ihr Garten verwildert. Ein Projekt droht, gegen die Wand zu laufen. Und dasselbe passiert mit Ihrer Beziehung im Lauf der Zeit.  Will man das nicht, so muss man etwas daf&#252;r tun. Aufr&#228;umen, pflegen, instandhalten.<br />
Bei Haus, Auto, Schreibtisch , Garten und Projekt akzeptieren wir das. Und tun auch meist das Notwendige. Dass auch eine<br />
Beziehung Zeit, Aufmerksamkeit und Pflege braucht, glauben viele erst dann, wenn man &#8220;sich auseinander gelebt hat&#8221;.<br />
Hier kommen ein paar Denkanst&#246;&#223;e und konkrete Anregungen, wie Sie den “Garten Ihrer Liebe” auf die Dauer pflegen k&#246;nnen.</p>
<p><span id="more-204"></span></p>
<p><strong> 1. Verwechseln Sie nicht Liebe mit Partnerschaft.</strong></p>
<p>F&#252;r eine Partnerschaft entscheidet man sich, die Liebe st&#246;&#223;t einem zu. In einer Partnerschaft kann und soll man vieles verhandeln (Rollen, Aufgaben, Rechte etc.). F&#252;r die Liebe gibt es keinen Vertrag, keine Garantie. Ein Anspruch auf  Vertragstreue besteht nur f&#252;r Partnerschaften, nicht f&#252;r die Liebe.<br />
Idealerweise pendelt Ihre Beziehung zwischen diesen beiden Polen. Die Liebe macht die Partnerschaft schwierig aber auch aufregend. Ohne Partnerschaft kann man schwer die Liebe mit den Anforderungen des Alltags in Einklang bringen.</p>
<p><strong> 2. Eine Beziehung ist keine Gerichtsverhandlung.</strong></p>
<p>Schon vor Gericht ist das Kl&#228;ren der Schuldfrage meist schwierig, da es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt. Und der versuchte Ausgleich eines Schadens durch Strafe (Gef&#228;ngnis f&#252;r Diebstahl) beruhigt vielleicht  das Rachegef&#252;hl des Gesch&#228;digten, doch f&#252;r Partnerschaften ist die immer wieder auftauchende Frage nach der Schuld kein gutes Modell.<br />
Das Leben ist oft ungerecht und in einer Partnerschaft kann es auch nicht immer gerecht zugehen. Allein deshalb weil die Ma&#223;st&#228;be des Vergleichens subjektiv sind. Wie will man einen vergessenen Hochzeitstag, den Schmerz einer Aff&#228;re ausgleichen? Durch das biblische &#8220;Auge um Auge&#8221;, durch kompensatorische Geschenke?<br />
Bitte kein Missverst&#228;ndnis: ich glaube, dass man auf den Ausgleich von Geben und Nehmen in der Partnerschaft achten muss (Sind die Rechte und Pflichten einigerma&#223;en gerecht verteilt?). Doch das Aufrechnen, Schuldzuweisen und die Unterwerfung bzw. Bu&#223;e m&#246;gen in der Justiz ihren Platz haben (wo sie ja auch oft wenig bringen), in einer Beziehung halte ich sie f&#252;r unangemessen.<br />
Hilfreicher ist dabei oft mehr das Akzeptieren und Vergeben. Damit macht man weniger dem anderen ein Geschenk als sich selbst. Denn das Festhalten an der Schuld (und der daraus folgenden Bestrafung) verst&#228;rkt  den irrealen Glauben, dass es im Leben und in der Beziehung gerecht zugehen m&#252;sse.</p>
<p><img class="left" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/weblog/images/191.jpg" alt="" /> <strong>3.  Manche Paare trennen sich zu fr&#252;h vom Falschen.</strong></p>
<p>Wenn es in der Beziehung nicht mehr stimmt, die Missverst&#228;ndnisse und Verletzungen &#252;berhand nehmen, taucht nach einiger Zeit der Gedanke an Trennung als L&#246;sungsweg auf. Manchmal kommt so ein Paar vorher zu mir.  Und oft stellt sich heraus, dass tats&#228;chlich eine Trennung ansteht. Doch nicht vom Partner, sondern beispielsweise die</p>
<p><strong>- Trennung von einem Elternteil.</strong><br />
Denn damit  aus einer Verbindung zwischen Mann und Frau ein Paar wird, ist es notwendig, dass beide von ihren Eltern  abgel&#246;st sind. Dabei spielt die innere Abl&#246;sung eine gr&#246;&#223;ere Rolle als die &#228;u&#223;ere. Doch sich abzul&#246;sen ist gar nicht so einfach &#8211; und f&#252;r die Eltern ist es manchmal auch nicht leicht, den erwachsenen Sohn oder die Tochter loszulassen.</p>
<p>Die notwendige Abl&#246;sung wird meist auf zwei Arten vermieden:<br />
1.  durch zu gro&#223;e Anpassung.<br />
Hierbei passt man sich zu sehr an einen Elternteil oder beide an. Hat vielleicht dreimal die Woche telefonischen Kontakt, wohnt recht nah bei den Eltern, verbringt Weihnachten so wie es die Eltern erwarten anstatt das Fest nach den W&#252;nschen des Paares gestalten. Die extremste Auspr&#228;gung ist der “Muttersohn” und die “Vatertochter”.</p>
<p>2. Durch Rebellion.<br />
Hier macht man in allem das Gegenteil. Statt nah zu wohnen, zieht man mindestens vierhundert oder zweitausend Kilometer weit weg. Leben die Eltern recht konservativ, pflegt man in allem einen alternativen Lebensstil oder verweigert g&#228;nzlich den Kontakt.<br />
Doch Rebellion ist noch kein eigener Weg. Es ist Anpassung mit umgekehrtem Vorzeichen.</p>
<p>Auch f&#252;r die Eltern ist es nicht leicht, sich von den Kindern zu l&#246;sen, bedeutet es doch, den Eintritt in eine neue Lebensphase zu begr&#252;&#223;en und zu akzeptieren. Und je nachdem, wie dies empfunden wird, freut man sich auf das Neue &#8211; oder h&#228;lt eben an der Elternphase, und damit an den Kindern, fest. Viele Schwiegerm&#252;tter-Witze haben die nicht gegl&#252;ckte Abl&#246;sung des Sohnes von der Mutter zum Thema. (Und viele der Witze sind traurige Realit&#228;t.)</p>
<p>Mangelnde Abl&#246;sung in der Paarbeziehung zeigt sich oft darin, dass auf den Partner unbew&#228;ltigte Themen projiziert (&#252;bertragen) werden. Indem der Partner als zu dominant, nicht einf&#252;hlsam, nicht f&#252;rsorglich genug etc. erlebt wird.</p>
<p><strong>- Manchmal muss man sich auch von einem inneren Anspruch trennen &#8211; anstatt vom Partner.</strong></p>
<p>Gerade Menschen mit Perfektionsanspr&#252;chen haben es zuweilen schwer, einen Partner zu finden, der vielleicht nicht perfekt ist &#8211; aber eben gut genug. Das Suchen nach “einem noch besseren Partner” bleibt fast immer unbefriedigend und die erwogene Trennung gilt hier eben oft nicht dem Partner, sondern eher der als schwieriger erlebten Trennung von einem unerf&#252;llbaren Partnerideal. Mitunter werden auch Forderungen und Anspr&#252;che an sich selbst &#8211; und die oft unerf&#252;llbar bleiben &#8211; auf den Partner projiziert. Da repr&#228;sentiert der Partner dann vielleicht den eigenen, verdr&#228;ngten “Schatten”.</p>
<p><strong>4. Eine Paarbeziehung braucht das st&#228;ndige Gespr&#228;ch.</strong></p>
<p>Die meisten Paare reden zu wenig pers&#246;nlich miteinander. Damit meine ich das Sprechen &#252;ber Gef&#252;hle wie Freuden, &#196;ngste, W&#252;nsche und Sehns&#252;chte. &#220;ber das Allt&#228;gliche und das gemeinsam Organisatorische wird gesprochen, doch das Wesentliche in einer Beziehung ist nicht das Allt&#228;gliche, sondern eben das Pers&#246;nliche. Denn unser Wohlf&#252;hlen in der Beziehung h&#228;ngt ganz entscheidend von dem ab, was wir unwillk&#252;rlich und unbewusst wahrnehmen. Ein seltsamer Blick der Partnerin, eine Antwort, die wir fehlinterpretieren, der Andere reagiert nicht so, wie wir es uns w&#252;nschen. All das ist normal und in einer Beziehung unvermeidlich. Doch genau das ist der leichte “Flugrost”, der sich anfangs unmerklich auf die Beziehung legt. Beachten und entfernen wir diese d&#252;nne Rostschicht nicht regelm&#228;&#223;ig, wird sie mit der Zeit immer dicker und legt mit der Zeit wichtige Verbindungen lahm.</p>
<p>Die Folge: typische kommunikative Missverst&#228;ndnisse, bei denen einfache Meinungsverschiedenheiten zu fast unl&#246;sbaren Konflikten sich auswachsen. Kr&#228;nkungen und Verletzungen sammeln sich  unterschwellig  als Bodensatz der der Beziehung an. Oft  leiden Erotik und das Begehren unter dieser Sprachlosigkeit, denn Sexualit&#228;t ist sehr st&#246;rungssensibel, und was das Paar ausmacht, ist vor allem die Sexualit&#228;t. Eine Beziehung f&#252;hren, auch mit Kindern, kann man ja auch als “Wohngemeinschaft” (zur Kinderaufzucht und Hypothekentilgung).</p>
<p><strong>Eine bew&#228;hrte Form des st&#228;ndigen Gespr&#228;chs in der Beziehung ist das Zwiegespr&#228;ch.</strong></p>
<p>Zwiegespr&#228;che sind eine besondere Form des Austauschs mit einer bestimmten Form. Die Wirkungen des Zwiegespr&#228;chs sind mannigfach. Man lernt dabei:</p>
<ul>
<li>sich selbst wahrzunehmen,</li>
<li>von sich zu sprechen,</li>
<li>dem anderen zuzuh&#246;ren,</li>
<li>sich wechselseitig anzuerkennen,</li>
<li>sich einander zuzuwenden,</li>
<li>dialog- und konfliktf&#228;higer zu werden,</li>
<li>die Bed&#252;rfnisse des anderen und die eigenen W&#252;nsche als gleichrangig zu betrachten,</li>
<li>an Selbstvertrauen zu gewinnen.</li>
</ul>
<p>Wie geht ein Zwiegespr&#228;ch?<br />
Es ist ganz leicht – aber nicht einfach. Verabreden  Sie sich pro Woche f&#252;r eine Stunde  – zu einer Zeit, in der Sie ungest&#246;rt durch Kinder, Termine, Telefon, Handy etc. sind.</p>
<ul>
<li>Setzen Sie sich einander gegen&#252;ber.</li>
<li>Machen Sie aus, wer A und wer B ist. (Die Rollen wechseln)</li>
<li>A hat zehn Minuten Sprechzeit. A muss nicht die ganze Zeit sprechen, kann auch schweigen aber das Einhalten der zehn Minuten ist wichtig.</li>
<li>B h&#246;rt so genau wie m&#246;glich zu. Also keine Fragen. Keine Kommentare, auch keine nonverbalen wie Seufzen, Augenrollen etc.</li>
<li>Nach zehn Minuten Rollenwechsel. B hat zehn Minuten Sprechzeit und A h&#246;rt zu. Dabei muss der Nachfolgende nicht auf das Thema des vorherigen Sprechers eingehen. Er kann es aber tun.</li>
<li>Das Thema kann ganz allgemein sein: &#8220;Was mich zur Zeit stark besch&#228;ftigt – innerhalb oder au&#223;erhalb der Beziehung.” Bei Paarkrisen kann man auch das Thema w&#228;hlen. &#8220;Wie ich mich in unserer Beziehung f&#252;hle.&#8221;</li>
</ul>
<p>Wichtig: P&#252;nktlich beginnen, p&#252;nktlich aufh&#246;ren. Zwiegespr&#228;che nie verl&#228;ngern oder verk&#252;rzen. Auch kein Nachkommentieren, sondern erst einmal auseinander gehen und das Gesprochene und Geh&#246;rte f&#252;r sich “verdauen”.</p>
<p>Einige Tipps zum besseren Gelingen: – Nicht theoretisieren, sondern mehr von konkreten Erlebnissen und Beispielen berichten. – M&#246;glichst nicht den anderen diagnostizieren, be- oder verurteilen, sondern beim eigenen Erleben bleiben (&#8220;Mir geht es so und so, wenn Du das machst”¦ Ich w&#252;nsche mir manchmal ”¦ Ge&#228;rgert hat mich ”¦&#8221;) – Die Gef&#252;hle w&#228;hrend des Sprechens und Zuh&#246;rens beachten und einbringen.</p>
<p>Vielmehr geht im Zwiegespr&#228;ch jeder der Frage nach: “Was bewegt mich zurzeit am st&#228;rksten?” Gefragt ist vor allem das eigene Erleben. Einer erz&#228;hlt dem anderen, wie er gerade sich, den anderen, die Beziehung und sein Leben erlebt. Die Partner tauschen also ihre Bilder (Landkarten) ihres Erlebens aus.<br />
Zwiegespr&#228;che f&#246;rdern auch die F&#228;higkeit, bei sich zu bleiben und den anderen in seiner Verschiedenheit kennen und annehmen zu lernen.</p>
<p>Zwiegespr&#228;che sind ein machtvolles Mittel der Begegnung und werden deshalb wegen der ungewohnten Intensit&#228;t auch eventuell als anstrengend erlebt. Die Regelm&#228;&#223;igkeit der Gespr&#228;che ist das Geheimnis ihres Erfolges. Durch die Struktur werden auch die h&#228;ufigsten Kommunikationsmuster von Paaren in Krisen vermieden: einer greift an, der andere verteidigt sich oder schl&#228;gt zur&#252;ck und so weiter.</p>
<p><img class="left" src="http://www.persoenlichkeits-blog.de/weblog/images/192.jpg" alt="" /> <strong>Fazit:</strong> Ob zwei Menschen miteinander zufrieden/gl&#252;cklich werden, h&#228;ngt auch von den ‘Landkarten’ ab, die beide &#252;ber Beziehungen haben. Glaube ich, dass mein Partner mir das geben muss, was ich glaube, von meinen Eltern nicht ausreichend bekommen zu haben, so wird die Beziehung schnell mit kindlichen Erwartungen &#252;berfrachtet, die man besser in einer Psychotherapie bearbeiten sollte.  Hoffe ich, in einer Beziehung meine Perfektionsideale verwirklichen zu k&#246;nnen, so geht es mir vielleicht wie dem siebzigj&#228;hrigen ledigen Mann, der gefragt wurde, ob er denn nie im Leben seiner Traumfrau begegnet sei. Er antwortete: “Doch, ein einziges Mal. Aber es wurde nichts zwischen uns, denn sie war auch auf der Suche nach Ihrem Traumpartner.”</p>
<p>Ein Buch &#252;ber <a href="http://astore.amazon.de/praxisfurps05-21/detail/3499191539/303-0161515-1481805" class="liexternal">Zwiegespr&#228;che</a></p>
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