Jun 23 2009

Rezension auf dem Blog “frauenverstehen.ch.”

Foto: privat“Was will das Weib?” Mit dieser Frage, an der ja schon Sigmund Freud resignierte, beschäftigt sich der Autor Logan in seinem Blog “frauenverstehen”.

Wie er dazu kam, beschreibt er so:

“Eines Tages merkte ich, dass ich nicht schlau wurde aus den Frauen und setzte mir zum Ziel, sie verstehen zu können. Ich begann mir Gedanken zu machen, las Bücher, besuchte Seminare, sprach Hunderte von Frauen an und versuchte sie zu verführen. Dabei stellte ich fest, dass Frauen überhaupt nicht so sind, wie ich immer dachte. Die ganze Welt ist anders. Seither befinde ich mich auf einer Reise und mache Erfahrungen, die ich nie für möglich gehalten hatte. Begleite mich!”

Mein Buch “Frauen wollen erwachsene Männer” gibt ja eine Antwort auf die Blog-Frage “Was will das Weib?” und so hat der Autor mein Buch gelesen und auf seinem Blog eine ausführliche Rezension veröffentlicht.

Hier sein Fazit zu dem Buch:

Mir scheint, dass der Autor unter einem erwachsenen abgelösten Mann etwa das Gleiche versteht, wie ich unter einem Alpha: ein unabhängiger, männlicher, starker Mann, wobei der Autor weniger Wert auf die starke männliche Seite zu legen scheint. Er meint, dass sich der Mann von zu Hause ablösen muss und dann ist er ein MANN. Sich ablösen ist sicher eine gute Sache, ich frage mich allerdings ob man allein dadurch ein MANN wird. Meines Erachtens ist Männlichkeit etwas, das man sich zusätzlich erarbeiten muss.

Das Buch geht davon aus, dass beide Partner ihre Beziehung verbessern wollen. Natürlich ist das nahe liegend, denn nur diese Paare besuchen eine Therapie. In diesen Fällen ist wohl das Zwiegespräch sehr hilfreich. Ich bin ja kein Zwiegesprächexperte, jedoch erhalten beide durch das offene Gespräch die Möglichkeit sich selbst weiterzuentwickeln und es bewirkt Wohlfühlen.

Ich sage hier immer wieder es brauche zwischen Mann und Frau das Gefühl der sexuellen Anziehung und des Wohlfühlens. Das Zwiegespräch erzeugt Wohlfühlen, aber keine Anziehung. Jedoch scheint mir die fehlende Anziehung in vielen Fällen das Problem einer Beziehung zu sein. Aber eben, wo es an Anziehung fehlt, wird das Paar nicht gemeinsam zur Therapie gehen.

Es ist ein politisch korrektes Buch, das heißt es richtet sich vor allem an Männer, aber auch Frauen werden es mögen. Es propagiert gleichberechtigte Beziehungen. Das ist etwas Schönes, aber es geht immer nur um das Wohlfühlen. Mir kommt einfach die sexuelle Anziehung zu kurz. Klar wollen Frauen gleichberechtigt sein und das ist auch in Ordnung so. Aber sie wollen auch einen männlichen Mann, der sagen kann, wo’s lang geht. Sie wollen einen starken Mann. Das ist, was die Leidenschaft und das Feuer in eine Beziehung bringt!

Das soll jetzt aber nicht negativ klingen. Ich las das Buch gerne, erhielt ein paar neue Einsichten und musste oft schmunzeln, vor allem bei den vielen Beispielen aus der Praxis des Autors.

kommentar Was meinen Sie dazu?
Wollen Frauen einen Mann, der sagt, wo’s langgeht?

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Foto: © privat

2 Kommentare bisher

2 Kommentare to “Rezension auf dem Blog “frauenverstehen.ch.””

  1. Harryon 12 Sep 2009 at 02:01

    Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.

  2. studenton 07 Mai 2012 at 16:48

    “Wollen Frauen einen Mann, der sagt, wo’s langgeht?”

    Es geht nicht darum, die Frau “besitzen” zu wollen. Das ist unreif und gefällt keinem der beiden Partner.

    Es geht darum, dass der Mann wieder seine Pflichten wahrnimmt.
    Frauen sind sanfte Wesen, die jemanden zum Anlehnen und Sicherheit im Leben wollen.
    1. Der Mann hat ein erfülltes Leben und lebt seine Lebensziele und Ideale.
    2. Die Frau kommt hinzu und ist die schönste BEREICHERUNG dieses Lebens. Sie nimmt gerne an diesem Teil und wird so glücklich. Natürlich hat sie auch ihre eigenen Lebensziele, die nicht zu kurz kommen. Aber sie lässt sich gerne (ver)führen am Leben ihres Mannes teilzuhaben.

    Das ist einer der Gründe, warum ein Feminismus, der darüber hinaus geht Gerechtigkeit im Berufsleben u.s.w. herstellen zu wollen, Frauen eher unglücklich als glücklich macht. Er wiederspricht ihrer Natur, indem er von ihnen einen Egoismus und eine Zielstrebigkeit fordert, die sie im Grunde nicht wollen.
    Das ist aber nicht der Fehler der Frauen, sondern der von Männern, die ihre Rolle stark für andere zu sein vergessen haben.

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