Jan 05 2012

Preisfrage: Wie telefoniert ein typischer Muttersohn?

Dass nicht abgelöste Männer sich schwer tun mit Entscheidungen, v.a. wenn es um die Ablösung von der Mutter geht, wird ja in meinem Buch ausführlich beschrieben.

Doch dass diese mangelnde Ablösung sich auch im Straßenverkehr zeigen kann, zeigt diese Meldung von AFP aus Rom:

Im süditalienischen Bari hat die Polizei einen Autofahrer angehalten, der in jeder Hand ein Telefon hielt – und daher keine Hand am Lenkrad.

Auf die Frage der Beamten, wieso er auf diese Weise Auto fahre, habe der 43-Jährige geantwortet, er habe mit seiner Frau telefoniert, als seine Mutter auf dem anderen Telefon angerufen habe. Er habe bei keiner von beiden auflegen wollen.

 

PS: Die besten Geschichten schreibt eben manchmal das Leben.
Wenn man es als Mann mit keiner Frau verderben will, hat das seinen Preis. Da ist die verhängte Geldstrafe von 152 Euro noch milde.

11 Kommentare bisher

11 Kommentare to “Preisfrage: Wie telefoniert ein typischer Muttersohn?”

  1. Silke Samelon 05 Jan 2012 at 18:21

    Nur gut, dass nicht auch noch die Geliebte anrief – wie er hätte er *das* wohl gelöst? Eine sehr hübsche Geschichte! Silke Samel

  2. adminon 05 Jan 2012 at 18:24

    Nach meiner Erfahrung hätte er das Telefonat mit der Ehefrau beendet.

  3. Silke Samelon 06 Jan 2012 at 03:08

    Wenn er so clever wäre und Geliebte plus Ehefrau in einer Person lieben würde, hätte es keinen Stress mit der Polizei gegeben…. denn dann hätte er ja zumindest moch eine Hand am Steuer gehabt…

  4. adminon 06 Jan 2012 at 06:42

    Stimmt! Aber um Geliebte und Ehefrau in einem Menschen zu finden, muss man die Mutter loslassen – innerlich, meine ich.

  5. Silke Samelon 06 Jan 2012 at 10:45

    Exakt! Nur… wer erzieht diese Jungen zu Muttersöhnen… la mamma.

  6. adminon 06 Jan 2012 at 12:27

    Nicht nur, die physisch oder emotional abwesenden Väter leisten dazu auch ihren Beitrag.

  7. Silke Samelon 06 Jan 2012 at 12:37

    Ich weiß das und sehe auch diesen Zusammenhang. Dennoch: es bleibt letztendlich in der Verantwortung einer Frau, wenn sie die mangelnde Anwesenheit ihres Mannes kompensiert, in dem sie den Sohn zum Mann-Ersatz macht. Nur weil das oft unbewusst geschieht, ist es ja nicht weniger fahrlässig. Die jetzige Generation macht das, denke ich, vielfach anders. Hier gibt es inzwischen recht massiv den Anspruch der Männer, neben dem Business auch Präsenz-Zeit (tolles Wort…) für die Familie zu haben. Das ist längst ein entscheidenes Kriterium, um sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden. Es tut sich was.

  8. mary ladyon 05 Mrz 2012 at 09:38

    Die lieben Muttersöhne…doch das mit dem Autofahrten ist wirklich nicht gerade ungefährlich. Doch mich würde interessieren was die Polizei genau dazu gesagt hat.

  9. adminon 05 Mrz 2012 at 10:39

    Wenn der Polizist ein richtiger italienischer Mann war, hat er bestimmt geraten, das Telefonat mit der Ehefrau zu beenden und auf “la mamma” zu hören.

  10. Ursula von Cilento Ferienhäuseron 17 Apr 2012 at 17:48

    Italienische Männer… Mühsam aber was wäre die Welt ohne sie ?
    Man könnte es auch anders sehen: Er hat für seine Frau und Mutter sein Leben auf’s Spiel gesetzt :-) Männer, die aus Liebe für eine Frau bzw. Frauen in den Tod gehen würden…
    LG, Ursula
    PS Der Mann scheint gut im Multitasking zu sein!

  11. adminon 17 Apr 2012 at 18:47

    Sie haben recht! Es kommt immer auf die Sichtweise. Millionen italienischer Männer werden Ihnen beipflichten. ;-)

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply